Rechte häuslicher Pflegekräfte
Die Rechte häuslicher Pflegekräfte müssen in der Politik stärker berücksichtigt werden
Häusliche Pflegekräfte spielen eine wesentliche Rolle bei der Erbringung von Pflegeleistungen, haben aber oftmals keinen Zugang zu Arbeitsrechten und Sozialschutz. Regierungen und Sozialpartner sind gefordert aktiv zu werden.
8. März 2024
ILO-NEWS (Genf) – Die ILO fordert Regierungen und Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen weltweit dazu auf, Menschen, die häusliche Pflege erbringen, Zugang zu Arbeitsrechten und Sozialschutz zu gewähren.
Die ILO-Veröffentlichung From global care crisis to quality at home: the case for including domestic workers in care policies and ensuring their rights at work" erfolgt zu einer Zeit, in der die weltweite Nachfrage nach professioneller Pflege steigt und immer mehr Länder aufgrund des großen ungedeckten Pflegebedarfs und der alternden Gesellschaft mit einem Pflegenotstand konfrontiert sind.
Nach Schätzungen der ILO sind drei Viertel der 75,6 Millionen Hausangestellten weltweit Frauen. Angesichts der überproportionalen Präsenz von Frauen sind die Rechte von Hausangestellten von zentraler Bedeutung für die Verwirklichung der Gleichstellung der Geschlechter. Angesichts eines weltweit erheblichen Arbeitskräftemangels sind Länder bestrebt, die Erwerbsbeteiligung von Frauen zu erhöhen, was häufig davon abhängt, ob ausreichende und hochwertige Betreuungs- und Pfegedienste vorhanden sind. Notwendig sind qualitativ attraktive Arbeitsplätze in der Pflege und der Hausarbeit, um Arbeitssuchende für diese Bereiche zu gewinnen.
Hausangestellte, die entweder direkt von einem Haushalt oder über einen öffentlichen oder privaten Dienstleister angestellt werden, spielen eine wesentliche Rolle bei der Erbringung von Pflegeleistungen.
Selbst wenn man nur die in den Haushalten Beschäftigten berücksichtigt, macht dies mindestens 25 % aller bezahlten Beschäftigten in betreuenden Funktionen aus. Dies schließt Pflegefachpersonal, ärztliches Personal, persönliche Pflegekräfte und Hauslehrpersonal ein. Der Anteil der Hausangestellten an den Pflegekräften ist jedoch in Ländern mit geringen Investitionen in den Pflegesektor viel höher.
Dennoch haben Angestellte in häuslicher Pflege oft keinen Zugang zu Arbeitsrechten und Sozialschutz. Darüberhinaus fehlt ihnen der Zugang zu Betreuungsansprüchen und familiären Dienstleistungen für sich selbst und ihre Familien, z. B. Mutterschutz, Kindergeld, Kinderbetreuung und Langzeitpflegeleistungen.
Dieser Missstand ist vor allem bei Beschäftigen in Privathaushalten ausgeprägt. Hinzu kommen mögliche Diskriminierungen aufgrund ihres Migrationsstatus und ihrer ethnischen oder indigenen Herkunft.
Um zu gewährleisten, dass Hausangestellte im Rahmen der nationalen Pflegepolitik menschenwürdige Arbeit und Zugang zu Sorgeleistungen erhalten, fordert die ILO Regierungen sowie Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen dazu auf
• Hausangestellte als Pflegekräfte anzuerkennen und sie als Anbieter von Pflegeleistungen in die nationale Pflegepolitik und soziale Sicherungssysteme einzubeziehen
• Ihre Arbeitsrechte, Sozialschutz sowie Zugang zu Unterstützungsdiensten, die den Bedürfnissen von Hausangestellten entsprechen, zu gewährleisten
• die Ratifizierung und Umsetzung des Übereinkommens C189 voranzutreiben
• die Fähigkeiten von Hausangestellten anzuerkennen und eine angemessene Entlohnung und andere Leistungen zu gewährleisten
• das Bewusstsein für die Bedeutung von häuslichen Dienstleistungen bei der Betreuung von Kindern, älteren Menschen, Menschen mit Behinderungen, und Pflegebedürftigen zu schärfen
• die Strategie ILO’s Road to Decent Work for Domestic Workers in die nationalen Pflegepolitiken einzubeziehen
• sicherzustellen, dass die Stimmen der Hausangestellten und deren Arbeitgeber im sozialen Dialog berücksichtigt werden.
Nach Schätzungen der ILO werden bis 2030 1,9 Milliarden Kinder unter 15 Jahren und 200 Millionen ältere Menschen auf Unterstützung und Pflege angewiesen sein. Dies entspricht einem Anstieg von insgesamt 200 Millionen Menschen im Vergleich zu 2015.
Die Vereinten Nationen rechnen mit einer Zunahme des Langzeitpflegebedarfs aufgrund des Anstiegs des Anteils älterer Menschen (60 Jahre und älter) an der Weltbevölkerung von 13,5 Prozent im Jahr 2020 auf 21,4 Prozent im Jahr 2050 und 28,2 Prozent im Jahr 2100.
Infolge dieser demografischen Veränderungen wird erwartet, dass die Pflegewirtschaft im Einklang mit der gestiegenen Nachfrage wächst. Wenn die Investitionen der Nachfrage entsprechen und Pflegekräften menschenwürdige Arbeit garantiert wird, könnten in der Pflegewirtschaft bis 2035 schätzungsweise 300 Millionen Arbeitsplätze geschaffen und geschlechtsspezifische Ungleichheiten abgebaut werden.
Die ILO-Veröffentlichung From global care crisis to quality at home: the case for including domestic workers in care policies and ensuring their rights at work" erfolgt zu einer Zeit, in der die weltweite Nachfrage nach professioneller Pflege steigt und immer mehr Länder aufgrund des großen ungedeckten Pflegebedarfs und der alternden Gesellschaft mit einem Pflegenotstand konfrontiert sind.
Nach Schätzungen der ILO sind drei Viertel der 75,6 Millionen Hausangestellten weltweit Frauen. Angesichts der überproportionalen Präsenz von Frauen sind die Rechte von Hausangestellten von zentraler Bedeutung für die Verwirklichung der Gleichstellung der Geschlechter. Angesichts eines weltweit erheblichen Arbeitskräftemangels sind Länder bestrebt, die Erwerbsbeteiligung von Frauen zu erhöhen, was häufig davon abhängt, ob ausreichende und hochwertige Betreuungs- und Pfegedienste vorhanden sind. Notwendig sind qualitativ attraktive Arbeitsplätze in der Pflege und der Hausarbeit, um Arbeitssuchende für diese Bereiche zu gewinnen.
Hausangestellte, die entweder direkt von einem Haushalt oder über einen öffentlichen oder privaten Dienstleister angestellt werden, spielen eine wesentliche Rolle bei der Erbringung von Pflegeleistungen.
Selbst wenn man nur die in den Haushalten Beschäftigten berücksichtigt, macht dies mindestens 25 % aller bezahlten Beschäftigten in betreuenden Funktionen aus. Dies schließt Pflegefachpersonal, ärztliches Personal, persönliche Pflegekräfte und Hauslehrpersonal ein. Der Anteil der Hausangestellten an den Pflegekräften ist jedoch in Ländern mit geringen Investitionen in den Pflegesektor viel höher.
Dennoch haben Angestellte in häuslicher Pflege oft keinen Zugang zu Arbeitsrechten und Sozialschutz. Darüberhinaus fehlt ihnen der Zugang zu Betreuungsansprüchen und familiären Dienstleistungen für sich selbst und ihre Familien, z. B. Mutterschutz, Kindergeld, Kinderbetreuung und Langzeitpflegeleistungen.
Dieser Missstand ist vor allem bei Beschäftigen in Privathaushalten ausgeprägt. Hinzu kommen mögliche Diskriminierungen aufgrund ihres Migrationsstatus und ihrer ethnischen oder indigenen Herkunft.
Um zu gewährleisten, dass Hausangestellte im Rahmen der nationalen Pflegepolitik menschenwürdige Arbeit und Zugang zu Sorgeleistungen erhalten, fordert die ILO Regierungen sowie Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen dazu auf
• Hausangestellte als Pflegekräfte anzuerkennen und sie als Anbieter von Pflegeleistungen in die nationale Pflegepolitik und soziale Sicherungssysteme einzubeziehen
• Ihre Arbeitsrechte, Sozialschutz sowie Zugang zu Unterstützungsdiensten, die den Bedürfnissen von Hausangestellten entsprechen, zu gewährleisten
• die Ratifizierung und Umsetzung des Übereinkommens C189 voranzutreiben
• die Fähigkeiten von Hausangestellten anzuerkennen und eine angemessene Entlohnung und andere Leistungen zu gewährleisten
• das Bewusstsein für die Bedeutung von häuslichen Dienstleistungen bei der Betreuung von Kindern, älteren Menschen, Menschen mit Behinderungen, und Pflegebedürftigen zu schärfen
• die Strategie ILO’s Road to Decent Work for Domestic Workers in die nationalen Pflegepolitiken einzubeziehen
• sicherzustellen, dass die Stimmen der Hausangestellten und deren Arbeitgeber im sozialen Dialog berücksichtigt werden.
Nach Schätzungen der ILO werden bis 2030 1,9 Milliarden Kinder unter 15 Jahren und 200 Millionen ältere Menschen auf Unterstützung und Pflege angewiesen sein. Dies entspricht einem Anstieg von insgesamt 200 Millionen Menschen im Vergleich zu 2015.
Die Vereinten Nationen rechnen mit einer Zunahme des Langzeitpflegebedarfs aufgrund des Anstiegs des Anteils älterer Menschen (60 Jahre und älter) an der Weltbevölkerung von 13,5 Prozent im Jahr 2020 auf 21,4 Prozent im Jahr 2050 und 28,2 Prozent im Jahr 2100.
Infolge dieser demografischen Veränderungen wird erwartet, dass die Pflegewirtschaft im Einklang mit der gestiegenen Nachfrage wächst. Wenn die Investitionen der Nachfrage entsprechen und Pflegekräften menschenwürdige Arbeit garantiert wird, könnten in der Pflegewirtschaft bis 2035 schätzungsweise 300 Millionen Arbeitsplätze geschaffen und geschlechtsspezifische Ungleichheiten abgebaut werden.