79th United Nations General Assembly, New York, September 2024

79. Generalversammlung der Vereinten Nationen

ILO begrüßt UN-Zukunftsgipfel mit Fokus auf soziale Gerechtigkeit und menschenwürdige Arbeit

Anerkennung von Diversität und Solidarität im Mittelpunkt internationaler Zusammenarbeit sind die Bedingungen für integrativen Multilateralismus, so der Generaldirektor der ILO.

24. September 2024

79th United Nations General Assembly, New York, September 2024 © Adam Bowers / ILO

NEW YORK (ILO News) - Der Generaldirektor der International Labour Organization (ILO) hat das Ergebnis des Zukunftsgipfels der Vereinten Nationen begrüßt, auf dem die zentrale Rolle von sozialer Gerechtigkeit und menschenwürdiger Arbeit bei der Bewältigung globaler Herausforderungen und der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft hervorgehoben wurde.

Der Gipfel, der unter dem Motto „Multilaterale Lösungen für ein besseres Morgen“ stand, endete mit der Verabschiedung eines umfangreichen Zukunftpakts. Der Pakt umfasst 56 konkrete Maßnahmen zur Bewältigung drängender globaler Herausforderungen und zur Stärkung des Multilateralismus.

Der Generaldirektor der ILO, Gilbert F. Houngbo, lobte das Leitthema des Gipfels. „Soziale Gerechtigkeit durch menschenwürdige Arbeit muss der Eckpfeiler eines modernisierten multilateralen Systems sein“, sagte er. „Die Ergebnisse des Gipfels bieten eine solide Grundlage für eine faire und integrative globale Governance-Struktur, die wirtschaftliche, soziale und ökologische Ziele miteinander in Einklang bringt.“

Der Zukunftspakt zielt darauf ab, den Multilateralismus wieder neu zu beleben und die Weltordnungspolitik so umzugestalten, dass sie den aktuellen und künftigen Herausforderungen gewachsen ist. Er verpflichtet sich, die Umsetzung der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung zu beschleunigen, die Klimaschutzmaßnahmen zu verstärken, den UN-Sicherheitsrat zu reformieren, die Abrüstungsbemühungen voranzutreiben, die verantwortungsvolle Nutzung neuer Technologien zu fördern, die Jugend zu stärken und das internationale Finanzsystem zu reformieren.

Auf dem Gipfel, der vom 22. bis 23. September im Hauptquartier der Vereinten Nationen stattfand, verabschiedeten die Staats- und Regierungschefs eine bahnbrechende Erklärung über künftige Generationen, in der sie sich verpflichten, dem Wohlergehen künftiger Generationen durch die Förderung von nachhaltiger Entwicklung, Frieden und Gerechtigkeit Priorität einzuräumen. Darüber hinaus wurde auf dem Gipfel der Globale Digitalpakt (Global Digital Compact) verabschiedet - eine kühne Vision für eine „integrative, offene, nachhaltige, faire, sichere und für alle vorteilhafte digitale Zukunft“.

„Der Global Digital Compact bietet eine einzigartige Gelegenheit, Wissenschaft und Technologie als Motor für soziale Gerechtigkeit und menschenwürdige Arbeit zu nutzen“, sagte Houngbo. „Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen werden eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung einer soliden globalen Governance für digitale Technologien spielen.“

Die jüngste Erklärung der ILO zum Zukunftsgipfel betonte die Notwendigkeit einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen multilateralen Institutionen um die Auswirkungen globaler Trends auf die Arbeitswelt aktiv anzugehen. Die notwendige Mobilisierung von Ressourcen zur Bewältigung zentraler Herausforderungen, insbesondere der Verwirklichung der UN Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals), wurde ebenfalls hervorgehoben.

Die Global Coalition for Social Justice der ILO ist ein Beispiel für dieses erneuerte Engagement für multilaterale Zusammenarbeit. Mit fast 300 Partnern aus Regierungen, internationalen Organisationen, Entwicklungsbanken, Hochschulen, Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbänden bringt diese innovative Koalition ein breites Spektrum von Interessengruppen zusammen, um globale Arbeitsfragen anzugehen und die Ziele für nachhaltige Entwicklung voranzubringen.

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