Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen: „Ein Tag für Alle“

"Heute erneuern wir unsere Verpflichtung zur vollständigen und gleichberechtigten Teilhabe und für gleiche Rechte für alle Frauen und Männer mit Behinderungen", sagte ILO-Generaldirektor Guy Ryder.

3. Dezember 2015

Heute feiern die Vereinten Nationen und die Welt den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen. Die ILO und weitere internationale Organisationen kommen heute gemeinsam mit behinderten Menschen in Genf zusammen und begehen diesen Tag als „Tag für Alle“.

„Ein Tag für Alle“ lädt dazu ein, die Beiträge behinderter Menschen am Arbeitsplätz, in unseren Familien, unseren Schulen und Gemeinwesen anzuerkennen. Der Tag ruft auch dazu auf, unsere Willkommenskultur zu erneuern und behinderte Menschen als Teil der menschlichen Vielfalt zu feiern.

Behinderung ist Teil der menschlichen Vielfalt. Menschen mit Behinderungen stellen die weltgrößte Minderheit, sie machen fast 15 Prozent der globalen Bevölkerung aus. Weiterhin kommen behinderte Menschen aus allen Ländern, Schichten und Ethnizitäten, damit gehören sie zu der vielfältigsten aller Minderheitengruppen.

An diesem Tag werden wir daran erinnert, dass noch immer Millionen Frauen und Männer mit Beeinträchtigungen Ablehnung im sozialen, wirtschaftlichen oder politischem Leben erfahren. Wir wissen aber auch aus Erfahrung, dass - wenn behindernde Einstellungen und Hürden beseitigt werden - Menschen mit Behinderungen ebenso produktiv und zuverlässig arbeiten, wie Menschen ohne Beeinträchtigungen.

Viele Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen haben bereits eine Vorreiterrolle für die Interessen behinderter Arbeitnehmer eingenommen. Dies zeigte sich erst kürzlich wieder bei der ILO, als elf internationale Unternehmen die neue ILO Global Business and Disability Network Charter unterzeichneten. Die Charter verpflichtet die Unternehmen, weltweit Menschen mit Behinderungen einzustellen und im Arbeitsprozess zu fördern. Das ist eine umfassende Aufgabe: sei es, die Unternehmensgebäude und Kommunikationsabläufe für Menschen mit Behinderungen besser zugänglich zu machen oder Stigmata und Stereotype zu bekämpfen.

Wenn auch in den letzten Jahren viel erreicht wurde und Menschen mit Behinderungen weltweit größere Anerkennung ihrer Rechte erlangt und damit ihren Platz in der Gesellschaft gefunden haben, bleibt noch viel zu tun. Die Mehrheit der behinderten Menschen steht vor großen Hürden, um menschenwürdige Arbeit und ein besseres Leben zu erlangen.
Heute erneuern wir unsere Verpflichtung zur vollständigen und gleichberechtigten Teilhabe und für gleiche Rechte für alle Frauen und Männer mit Behinderungen. Wenn wir gemeinsam für das Ziel Menschenwürdige Arbeit für alle arbeiten, können wir die Hürden überwinden und jeder Tag wird ein Tag für Alle sein.