26th Session of the International Labour Conference, Philadelphia, United States of America, May 1944

ILO-Generaldirektor bekräftigt die Bedeutung der Erklärung von Philadelphia für soziale Gerechtigkeit

Anlässlich des 80. Jahrestages der Erklärung von Philadelphia bekräftigt ILO-Generaldirektor Gilbert F. Houngbo deren anhaltende Bedeutung für das Voranbringen von sozialer Gerechtigkeit, Menschenrechten und Solidarität als Grundlage für einen nachhaltigen und dauerhaften Frieden.

9. Mai 2024

Delegates in plenary in the Mitten Hall 1944 © ILO/OIT
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Deutsche Übersetzung:

"Heute vor 80 Jahren gab die Erklärung von Philadelphia dem Mandat der ILO einen neuen mächtigen Impuls zur weltweiten Förderung sozialer Gerechtigkeit.

Man schrieb das Jahr 1944, und in der Erklärung wurden unsere Gründungsprinzipien bekräftigt:

Arbeit ist keine Ware.
Fortschritt kann nur mit Vereinigungsfreiheit und freier Meinungsäußerung stattfinden.
Und Armut, egal wo, ist eine Gefahr für uns alle, überall.

Die Welt befand sich inmitten des Zweiten Weltkriegs, eines langen und grausamen Krieges. Und die Erklärung von Philadelphia beruhte auf dieser einfachen, aber eindringlichen Wahrheit: Dauerhafter Frieden kann nur geschaffen werden, wenn er auf sozialer Gerechtigkeit beruht.

Diese Wahrheit ist heute so aktuell wie damals, als die Erklärung verfasst wurde - denn wir stehen wieder vor einem entscheidenden Moment für die Menschheit. Angesichts von Konflikten, zunehmender Ungleichheit, Klimawandel und einer globalen Konjunkturschwäche ist sie aktueller denn je.

Basierend auf den Grundprinzipien der Menschenrechte, stehen die in der Erklärung von Philadelphia verankerten Werte auch weiterhin im Mittelpunkt unserer Arbeit, wenn wir soziale Gerechtigkeit voranbringen, menschenwürdige Arbeit fördern und uns für eine integrative und produktive Wirtschaft und nachhaltige Gesellschaft einsetzen.

Wenn wir acht Jahrzehnte später über die Bedeutung der Erklärung von Philadelphia nachdenken, müssen gleiche Rechte und Chancen das zentrale Ziel nationaler und internationaler Politiken und Maßnahmen sein.

Gemeinsam müssen wir auf eine Zukunft hinarbeiten, die auf Menschenwürde, Gleichheit, Solidarität und Freiheit beruht.

Ohne diese Werte kann es keine soziale Gerechtigkeit geben. Und ohne soziale Gerechtigkeit kann es auch keinen Frieden geben."