Tag der Menschenrechte

Der fundamentale Zusammenhang zwischen Menschenrechten und Rechten bei der Arbeit

"Zusammen mit der internationalen Gemeinschaft bündeln wir unsere Kräfte, um zu gewährleisten, dass die Rechte von Frauen und Männern, von Mädchen und Jungen überall respektiert werden. Wir verpflichten uns zum Handeln in der Welt der Arbeit, um der Forderung „Unsere Rechte. Unsere Freiheiten. Für immer“ gerecht zu werden", sagte ILO-Generaldirektor Guy Ryder.

10. Dezember 2015

Heute stehen zwei Meilensteine in der Geschichte der Menschenrechte im Mittelpunkt, die zu ihrem 50. Geburtstag durch eine ganzjährige Kampagne der ILO und der Internationalen Gemeinschaft geehrt werden:

Der Internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte und der Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte, die beide auf den Prinzipien gründen, dass alle Menschen gleich an Rechten und Würde geboren werden.

Die Kampagne mit dem Motto: „Unsere Rechte. Unsere Freiheiten. Für immer“ konzentriert sich auf die Menschenrechte und „vier Freiheiten“: Freiheit der Rede und der Religion, Freiheit von Not und Angst.

Während viele Nationen große Fortschritte in der Beachtung dieser vier Freiheiten gemacht haben und diese Rechte verteidigen, ist es noch ein langer Weg, um diesen Prinzipien weltweit Geltung zu verschaffen.

Die ILO betont die grundsätzliche Verbindung zwischen Menschenrechten und Rechten bei der Arbeit und der Umsetzung von Menschenwürdiger Arbeit für Alle. So heißt es bereits in ihrer Verfassung von 1919: „Arbeit in Freiheit und Würde, in wirtschaftlicher Sicherheit und unter gleich günstigen Bedingungen zu erstreben“.

Die Bestimmungen der beiden internationalen Pakte wiederholen die Fundamentalen Prinzipien und Rechte bei der Arbeit zur Freiheit von Kinder- und Zwangsarbeit, Freiheit von Diskriminierung bei der Arbeit und dem Recht Gewerkschaften zu gründen (Vereinigungsfreiheit) sowie dem Recht auf Kollektivverhandlungen. Diese Rechte stärken Fairness und Gerechtigkeit in der Welt der Arbeit. Die entsprechenden ILO-Übereinkommen sind wesentliche Teile des gesamten Rahmenwerks der Vereinten Nationen zu Menschenrechten.

Die universelle Ratifizierung dieser Instrumente ist ein wichtiges Ziel – aber über die Ratifizierung hinaus ist ihre Umsetzung entscheidend. Die Agenda der Vereinten Nationen zur nachhaltigen Entwicklung 2030 – ein ehrgeiziges Rahmenwerk, dass stark in den Menschenrechten verankert ist – bietet eine weitere Möglichkeit, für größere Anstrengungen zur Respektierung dieser Rechte für alle in der Realität. Die nachhaltige Entwicklungsagenda 2013 ist eine eindringliche Botschaft, dass ohne universelle Respektierung der Menschenrechte keine nachhaltige Entwicklung möglich ist.

Zusammen mit der internationalen Gemeinschaft bündeln wir unsere Kräfte, um zu gewährleisten, dass die Rechte von Frauen und Männern, von Mädchen und Jungen überall respektiert werden. Wir verpflichten uns zum Handeln in der Welt der Arbeit, um der Forderung „Unsere Rechte. Unsere Freiheiten. Für immer“ gerecht zu werden.