ILO Prognosen
Die Arbeitslosenquote in Palästinenschen Gebieten wird im ersten Quartal 2024 auf 57 Prozent ansteigen
Neuen Schätzungen zufolge sind bis heute 507.000 Arbeitsplätze verlorengegangen. Die Brüche im wirtschaftlichen Leben haben zu einem beispiellosen Verlust an Arbeitsplätzen und Lebensgrundlagen in den besetzten Palästinensischen Gebieten geführt.
18. März 2024
BEIRUT (ILO News) - Nach aktuellen Schätzungen der International Labour Organization (ILO) und des Palästinensischen Zentralbüros für Statistik (PCBS) sind in den besetzten Palästinensischen Gebieten bis Ende Januar 2024 rund 507.000 Arbeitsplätze durch den anhaltenden Krieg im Gazastreifen verloren gegangen.
Den neuen Daten zufolge gingen bis zum 31. Januar rund 201.000 Arbeitsplätze im Gazastreifen verloren, was etwa zwei Drittel der Gesamtbeschäftigung ausmacht.
Darüber hinaus gingen auch im Westjordanland, wo die wirtschaftlichen Bedingungen schwerwiegend beeinträchtigt wurden, 306.000 Arbeitsplätze verloren, was mehr als einem Drittel der Gesamtbeschäftigung entspricht.
Die Daten wurden in dem Bericht Impact of the war in Gaza on the labour market and livelihoods in the Occupied Palestinian Territory: Bulletin Nr. 3 vorgestellt - dem jüngsten einer Reihe gemeinsamer Kurzberichte von ILO und PCBS, in denen die Auswirkungen der feindlichen Auseinandersetzungen auf den Arbeitsmarkt in den besetzten Palästinensischen Gebieten beschrieben werden.
Frühere Schätzungen gingen von einem Verlust von 468.000 Arbeitsplätzen in den besetzten Palästinensischen Gebieten aus.
Angesichts der enormen Arbeitsplatzverluste ist die Arbeitslosigkeit in den besetzten Palästinensischen Gebieten sprunghaft angestiegen. Wenn die Situation bis Ende März 2024 andauert, wird die jährliche Arbeitslosenquote für das gesamte Jahr 2024 voraussichtlich 42,7 Prozent erreichen. Wenn die feindlichen Auseinandersetzungen ein zweites Quartal - bis Ende Juni 2024 - andauern, wird die jährliche Quote voraussichtlich auf 45,5 Prozent steigen.
Die Arbeitslosenquote in den besetzten Palästinensischen Gebieten steigt in den ersten drei Monaten 2024 auf schwindelerregende 57 Prozent an.
Die geschätzten Arbeitsplatzverluste in den besetzten Palästinensischen Gebieten führen zu täglichen Einkommensverlusten in Höhe von 21,7 Millionen US-Dollar (USD). Diese erhöhen sich auf 25,5 Millionen US-Dollar pro Tag, wenn man die Einkommensverluste aufgrund der unvollständigen Auszahlung der Löhne an Beamtinnen und Beamte und die geringeren Einkommen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Privatsektor hinzurechnet.
"Neben den verheerenden und katastrophalen Verlusten an Menschenleben und der Tatsache, dass die Menschen im Gazastreifen am Rande einer Hungerkatastrophe stehen, hat der Krieg im Gazastreifen auch eine wirtschaftliche und soziale Krise ausgelöst, die in den besetzten Palästinensischen Gebieten beispiellos ist", sagte Ruba Jaradat, ILO-Regionaldirektorin für die Arabischen Staaten. "In Gaza wurden ganze Stadtviertel ausgelöscht. Infrastruktur, Energie- und Wasserversorgung kamen zum erliegen. Schulen, medizinische Einrichtungen und Unternehmen wurden zerstört. Dies hat ganze Wirtschaftszweige dezimiert und den Arbeitsmarkt lahmgelegt mit unermesslichen Auswirkungen auf das Leben und die Lebensgrundlagen der Palästinenserinnen und Palästinenser der kommenden Generationen."
"Wir arbeiten mit unseren Partnern und der internationalen Gemeinschaft zusammen, um sowohl Soforthilfe als auch längerfristige Unterstützung zu leisten und damit die Auswirkungen der Krise auf die betroffenen palästinensischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber zu mildern", sagte Jaradat.
Der Konflikt hat sich auch stark auf das Arbeitskräfteangebot ausgewirkt. Prognosen zufolge wird die Erwerbsquote zwischen 2023 und 2024 bei Männern um 3,6 Prozentpunkte und bei Frauen um 1,2 Prozentpunkte zurückgehen, wenn die feindlichen Auseinandersetzungen bis Mitte 2024 anhalten.
Was die Wirtschaft der besetzten Palästinensischen Gebiete im weiteren Sinne betrifft ist nach den Schätzungen des Palästinensischen Zentralbüros für Statistik davon auszugehen, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der besetzten Palästinensischen Gebiete im letzten Quartal 2023 im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel geschrumpft ist. Im Gazastreifen ist ein Rückgang von über 80 Prozent und im Westjordanland von 22 Prozent zu verzeichnen. Bei andauerndem Krieg bis Mitte 2024, wird das BIP in den beiden besetzten Palästinensischen Gebieten voraussichtlich um weitere 15 Prozent sinken.
Die ILO koordiniert sich mit anderen UN-Organisationen und führt ein Drei-Phasen-Programm für Sorforthilfe, Überprüfung und Wiederaufbau durch, um Arbeitnehmer und ihre Familien sowie Arbeitgeber in den besetzten Palästinensischen Gebieten zu unterstützen. Die ILO hat einen Aufruf zur Bereitstellung von 20 Mio. US-Dollar gestartet, um die Umsetzung des Programms zu finanzieren und die Kapazität der ILO zur Deckung des enormen Bedarfs der Bevölkerung zu erhöhen.
Den neuen Daten zufolge gingen bis zum 31. Januar rund 201.000 Arbeitsplätze im Gazastreifen verloren, was etwa zwei Drittel der Gesamtbeschäftigung ausmacht.
Darüber hinaus gingen auch im Westjordanland, wo die wirtschaftlichen Bedingungen schwerwiegend beeinträchtigt wurden, 306.000 Arbeitsplätze verloren, was mehr als einem Drittel der Gesamtbeschäftigung entspricht.
Die Daten wurden in dem Bericht Impact of the war in Gaza on the labour market and livelihoods in the Occupied Palestinian Territory: Bulletin Nr. 3 vorgestellt - dem jüngsten einer Reihe gemeinsamer Kurzberichte von ILO und PCBS, in denen die Auswirkungen der feindlichen Auseinandersetzungen auf den Arbeitsmarkt in den besetzten Palästinensischen Gebieten beschrieben werden.
Frühere Schätzungen gingen von einem Verlust von 468.000 Arbeitsplätzen in den besetzten Palästinensischen Gebieten aus.
Angesichts der enormen Arbeitsplatzverluste ist die Arbeitslosigkeit in den besetzten Palästinensischen Gebieten sprunghaft angestiegen. Wenn die Situation bis Ende März 2024 andauert, wird die jährliche Arbeitslosenquote für das gesamte Jahr 2024 voraussichtlich 42,7 Prozent erreichen. Wenn die feindlichen Auseinandersetzungen ein zweites Quartal - bis Ende Juni 2024 - andauern, wird die jährliche Quote voraussichtlich auf 45,5 Prozent steigen.
Die Arbeitslosenquote in den besetzten Palästinensischen Gebieten steigt in den ersten drei Monaten 2024 auf schwindelerregende 57 Prozent an.
Die geschätzten Arbeitsplatzverluste in den besetzten Palästinensischen Gebieten führen zu täglichen Einkommensverlusten in Höhe von 21,7 Millionen US-Dollar (USD). Diese erhöhen sich auf 25,5 Millionen US-Dollar pro Tag, wenn man die Einkommensverluste aufgrund der unvollständigen Auszahlung der Löhne an Beamtinnen und Beamte und die geringeren Einkommen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Privatsektor hinzurechnet.
"Neben den verheerenden und katastrophalen Verlusten an Menschenleben und der Tatsache, dass die Menschen im Gazastreifen am Rande einer Hungerkatastrophe stehen, hat der Krieg im Gazastreifen auch eine wirtschaftliche und soziale Krise ausgelöst, die in den besetzten Palästinensischen Gebieten beispiellos ist", sagte Ruba Jaradat, ILO-Regionaldirektorin für die Arabischen Staaten. "In Gaza wurden ganze Stadtviertel ausgelöscht. Infrastruktur, Energie- und Wasserversorgung kamen zum erliegen. Schulen, medizinische Einrichtungen und Unternehmen wurden zerstört. Dies hat ganze Wirtschaftszweige dezimiert und den Arbeitsmarkt lahmgelegt mit unermesslichen Auswirkungen auf das Leben und die Lebensgrundlagen der Palästinenserinnen und Palästinenser der kommenden Generationen."
"Wir arbeiten mit unseren Partnern und der internationalen Gemeinschaft zusammen, um sowohl Soforthilfe als auch längerfristige Unterstützung zu leisten und damit die Auswirkungen der Krise auf die betroffenen palästinensischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber zu mildern", sagte Jaradat.
Der Konflikt hat sich auch stark auf das Arbeitskräfteangebot ausgewirkt. Prognosen zufolge wird die Erwerbsquote zwischen 2023 und 2024 bei Männern um 3,6 Prozentpunkte und bei Frauen um 1,2 Prozentpunkte zurückgehen, wenn die feindlichen Auseinandersetzungen bis Mitte 2024 anhalten.
Was die Wirtschaft der besetzten Palästinensischen Gebiete im weiteren Sinne betrifft ist nach den Schätzungen des Palästinensischen Zentralbüros für Statistik davon auszugehen, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der besetzten Palästinensischen Gebiete im letzten Quartal 2023 im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel geschrumpft ist. Im Gazastreifen ist ein Rückgang von über 80 Prozent und im Westjordanland von 22 Prozent zu verzeichnen. Bei andauerndem Krieg bis Mitte 2024, wird das BIP in den beiden besetzten Palästinensischen Gebieten voraussichtlich um weitere 15 Prozent sinken.
Die ILO koordiniert sich mit anderen UN-Organisationen und führt ein Drei-Phasen-Programm für Sorforthilfe, Überprüfung und Wiederaufbau durch, um Arbeitnehmer und ihre Familien sowie Arbeitgeber in den besetzten Palästinensischen Gebieten zu unterstützen. Die ILO hat einen Aufruf zur Bereitstellung von 20 Mio. US-Dollar gestartet, um die Umsetzung des Programms zu finanzieren und die Kapazität der ILO zur Deckung des enormen Bedarfs der Bevölkerung zu erhöhen.