Frauen in der Geschäftswelt
Arbeitgeberverbände erzielen Fortschritte bei der Gleichstellung von Frauen und Männern, dennoch besteht die gläserne Decke
Das ILO-Büro für Arbeitgeberaktivitäten und die Internationale Arbeitgeberorganisation bewerteten die von den nationalen Arbeitgeber- und Unternehmensverbänden erzielten Fortschritte der letzten sechs Jahre.
5. März 2024
GENF (ILO-News) - Das Büro für Arbeitgeberaktivitäten der International Labour Organization (ILO-ACT/EMP) und die International Organisation of Employers (IOE) stellen fest, dass eine wachsende Zahl nationaler Unternehmensorganisationen die Gleichstellung der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen vorangebracht haben. In einem nächsten Schritt gilt es, gläserne Decken zu durchbrechen, damit mehr Frauen ihre Karriere vorantreiben und in Entscheidungspositionen kommen.
Frauen sind unter den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von Arbeitgeber- und Unternehmenssorganisationen (EBMOs ) insgesamt gut vertreten. In 74 Prozent der EBMOs stellen sie 40 Prozent oder mehr der Mitarbeitenden. Dennoch sind Frauen in Entscheidungspositionen nach wie vor unterrepräsentiert; weniger als ein Drittel (28 %) der EBMOs haben mit 40 bis 60 Prozent weiblicher Führungskräfte ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis auf Führungsebene erreicht. In einem von zehn EBMOs gibt es überhaupt keine weiblichen Führungskräfte.
Positiv ist, dass der Anteil der Frauen in den Vorständen der EBMOs gestiegen ist, wenn auch von einem niedrigen Niveau aus. In 2017 gaben 19 Prozent der EBMOs an, dass mindestens 30 Prozent der Vorstandsmitglieder Frauen sind, verglichen mit 26 Prozent im Jahr 2023, ein Anstieg um sieben Prozent. Im gleichen Zeitraum ging der Anteil der EBMOs mit ausschließlich männlichen Vorständen um sechs Prozent zurück, von 11 auf 5 Prozent.
"Beim derzeitigen Fortschritt wird es mehr als 63 Jahre dauern, bis Frauen in allen nationalen EBMO-Vorständen mindestens 30 Prozent ausmachen. Die Agenda für nachhaltige Entwicklung, die 2015 von den UN-Mitgliedstaaten verabschiedet wurde, setzt jedoch eine Frist bis 2030 für die Verwirklichung der Gleichstellung der Geschlechter", sagte Deborah France-Massin, Direktorin von ACT/EMP. "Es ist also an der Zeit, deutlich mehr, bessere und schnellere Maßnahmen zur Gleichstellung der Geschlechter zu ergreifen. Die EBMOs sind engagiert dabei."
Heute wird fast jedes dritte EBMO (30 Prozent) von einer Frau geleitet. Dies ist ein gutes Zeichen für künftige Fortschritte bei der Gleichstellung der Geschlechter und der Vielfalt in EBMOs, da weibliche Führungskräfte als Vorbilder für andere Mitarbeiterinnen fungieren. Dem Bericht zufolge ist die Wahrscheinlichkeit, dass EBMOs mit weiblichen Chief Executive Officers (CEO) mehr als 40 Prozent Frauen in Führungspositionen beschäftigen, um 25 Prozent höher als bei EBMOs mit männlichen CEOs.
Bemerkenswert ist, dass fast die Hälfte (46 Prozent) der EBMOs die Geschäftsvorteile der Geschlechtergleichstellung anerkennen. "Ihre Initiativen haben zu verbesserten Geschäftsergebnissen geführt, einschließlich höherer Einnahmen, eines besseren Ansehens des Unternehmens und einer gesteigerten Fähigkeit, Talente anzuziehen und zu halten", sagte Anne Vauchez, Direktorin für internationale und europäische Angelegenheiten beim Mouvement des entreprises de France (MEDEF) und Vorsitzende der IOE-Arbeitsgruppe für Gleichstellung, Gleichberechtigung und Diversität.
Dennoch ist sich fast die Hälfte (49 Prozent) der EBMOs noch nicht im Klaren darüber, wie sich ihre Gleichstellungsbemühungen auf ihr Endergebnis auswirken, da sie die Auswirkungen in der Regel nicht verfolgen. "Es ist von entscheidender Bedeutung, dass EBMOs die Auswirkungen ihrer Gleichstellungsinitiativen verfolgen, sowohl um sicherzustellen, dass diese Initiativen einen Unterschied machen, als auch um sie zu verbessern", sagte Roberto Suárez Santos, Generalsekretär des IOE.
Diese Ergebnisse sind besonders wichtig angesichts des beispiellosen Einflusses, den nationale EBMOs im privaten Sektor haben. Sie gehen der Wirtschaft mit gutem Beispiel voran und spielen daher eine wichtige Rolle bei der Verwirklichung von Gleichstellung und Vielfalt.
Der Bericht Women in business: How employer and business membership organizations drive gender equality basiert auf einer Untersuchung, die 2023 mit 95 Unternehmensverbänden in 87 Ländern durchgeführt wurde.
Akustina Morni, Direktorin für Beschäftigung, Qualifikationen und Vielfalt, Internationale Organisation der Arbeitgeber (IOE) [email protected]
Frauen sind unter den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von Arbeitgeber- und Unternehmenssorganisationen (EBMOs ) insgesamt gut vertreten. In 74 Prozent der EBMOs stellen sie 40 Prozent oder mehr der Mitarbeitenden. Dennoch sind Frauen in Entscheidungspositionen nach wie vor unterrepräsentiert; weniger als ein Drittel (28 %) der EBMOs haben mit 40 bis 60 Prozent weiblicher Führungskräfte ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis auf Führungsebene erreicht. In einem von zehn EBMOs gibt es überhaupt keine weiblichen Führungskräfte.
Positiv ist, dass der Anteil der Frauen in den Vorständen der EBMOs gestiegen ist, wenn auch von einem niedrigen Niveau aus. In 2017 gaben 19 Prozent der EBMOs an, dass mindestens 30 Prozent der Vorstandsmitglieder Frauen sind, verglichen mit 26 Prozent im Jahr 2023, ein Anstieg um sieben Prozent. Im gleichen Zeitraum ging der Anteil der EBMOs mit ausschließlich männlichen Vorständen um sechs Prozent zurück, von 11 auf 5 Prozent.
"Beim derzeitigen Fortschritt wird es mehr als 63 Jahre dauern, bis Frauen in allen nationalen EBMO-Vorständen mindestens 30 Prozent ausmachen. Die Agenda für nachhaltige Entwicklung, die 2015 von den UN-Mitgliedstaaten verabschiedet wurde, setzt jedoch eine Frist bis 2030 für die Verwirklichung der Gleichstellung der Geschlechter", sagte Deborah France-Massin, Direktorin von ACT/EMP. "Es ist also an der Zeit, deutlich mehr, bessere und schnellere Maßnahmen zur Gleichstellung der Geschlechter zu ergreifen. Die EBMOs sind engagiert dabei."
Heute wird fast jedes dritte EBMO (30 Prozent) von einer Frau geleitet. Dies ist ein gutes Zeichen für künftige Fortschritte bei der Gleichstellung der Geschlechter und der Vielfalt in EBMOs, da weibliche Führungskräfte als Vorbilder für andere Mitarbeiterinnen fungieren. Dem Bericht zufolge ist die Wahrscheinlichkeit, dass EBMOs mit weiblichen Chief Executive Officers (CEO) mehr als 40 Prozent Frauen in Führungspositionen beschäftigen, um 25 Prozent höher als bei EBMOs mit männlichen CEOs.
Bemerkenswert ist, dass fast die Hälfte (46 Prozent) der EBMOs die Geschäftsvorteile der Geschlechtergleichstellung anerkennen. "Ihre Initiativen haben zu verbesserten Geschäftsergebnissen geführt, einschließlich höherer Einnahmen, eines besseren Ansehens des Unternehmens und einer gesteigerten Fähigkeit, Talente anzuziehen und zu halten", sagte Anne Vauchez, Direktorin für internationale und europäische Angelegenheiten beim Mouvement des entreprises de France (MEDEF) und Vorsitzende der IOE-Arbeitsgruppe für Gleichstellung, Gleichberechtigung und Diversität.
Dennoch ist sich fast die Hälfte (49 Prozent) der EBMOs noch nicht im Klaren darüber, wie sich ihre Gleichstellungsbemühungen auf ihr Endergebnis auswirken, da sie die Auswirkungen in der Regel nicht verfolgen. "Es ist von entscheidender Bedeutung, dass EBMOs die Auswirkungen ihrer Gleichstellungsinitiativen verfolgen, sowohl um sicherzustellen, dass diese Initiativen einen Unterschied machen, als auch um sie zu verbessern", sagte Roberto Suárez Santos, Generalsekretär des IOE.
Diese Ergebnisse sind besonders wichtig angesichts des beispiellosen Einflusses, den nationale EBMOs im privaten Sektor haben. Sie gehen der Wirtschaft mit gutem Beispiel voran und spielen daher eine wichtige Rolle bei der Verwirklichung von Gleichstellung und Vielfalt.
Der Bericht Women in business: How employer and business membership organizations drive gender equality basiert auf einer Untersuchung, die 2023 mit 95 Unternehmensverbänden in 87 Ländern durchgeführt wurde.
Einladung zu einer Dialogveranstaltung über den Bericht:
Das Büro für Arbeitgeberaktivitäten der International Labour Organization (ILO-ACT/EMP) und die International Organisation of Employers (IOE) freuen sich, Vertreter und Vertreterinnen nationaler Arbeitgeber- und Unternehmensorganisationen (EBMOs) zu einem Dialog und einer virtuellen Diskussion einzuladen. Seien Sie am 21. März 2024 von 13:00 bis 14:30 Uhr MEZ dabei, wenn wir uns gemeinsam mit den Erkenntnissen aus unserem Women in business: How employer and business membership organizations drive gender equality auseinandersetzen.Kontakt:
Jae-Hee Chang, Senior Relations/Technical Specialist, ILO-Büro für Tätigkeiten der Arbeitgeber (IAO-ACT/EMP) [email protected]Akustina Morni, Direktorin für Beschäftigung, Qualifikationen und Vielfalt, Internationale Organisation der Arbeitgeber (IOE) [email protected]