100. Tagung der Internationalen Arbeitskonferenz mit einem Aufruf für mehr soziale Gerechtigkeit eröffnet

Die Internationale Arbeitskonferenz, das höchste Gremium der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), tritt vom 1. bis 17. Juni zu seiner 100. Tagung im Palais des Nations in Genf zusammen. Zu den hochrangigen Gästen, die in diesem Jahr erwartet werden, gehört auch Bundeskanzlerin Angela Merkel.

1. Juni 2011

Die Internationale Arbeitskonferenz, das höchste Gremium der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), tritt vom 1. bis 17. Juni zu seiner 100. Tagung im Palais des Nations in Genf zusammen. Zu den hochrangigen Gästen, die in diesem Jahr erwartet werden, gehört auch Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Die Tagung fällt in eine Zeit des sozialen Wandels vor allem in den arabischen Ländern. Zugleich haben sich die Arbeitsmärkte der Welt noch nicht überall von den Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise erholt. Im Mittelpunkt der diesjährigen Konferenz steht daher der Aufruf für mehr soziale Gerechtigkeit.

Der Generaldirektor der ILO, Juan Somavia, legt der Versammlung einen Bericht vor mit dem Titel "Eine neue Ära sozialer Gerechtigkeit" . Dem Bericht zufolge sind die gegenwärtigen wirtschafts- und wachstumspolitischen Strategien sozial, ökonomisch und ökologisch nicht nachhaltig. Vielmehr führten sie zu Ungleichheit, Unzufriedenheit und sozialen Spannungen, die das gegenwärtige Globalisierungsmodell in Frage stellten.

Die Welt steht vor großen Herausforderungen im Bereich der sozialen Gerechtigkeit", erklärte Somavia zu Beginn der Konferenz. "Für eine effiziente Wachstumsstrategie müssen wir uns darüber einig werden, dass das Ziel sozialer Gerechtigkeit Vorrang hat."

In den kommenden Wochen werden die Vertreter von Regierungen, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen der 183 ILO-Mitgliedsstaaten über gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen in der Welt der Arbeit diskutieren, über Lösungsansätze für die in vielen Ländern immer noch sehr hohe Arbeitslosigkeit, über sozialen Schutz für die 80 Prozent der Weltbevölkerung ohne Sozialversicherung und auch über die Lage der Jugendlichen in den arabischen Staaten.

Und schließlich soll auf der Konferenz eine neue Arbeitsnorm über menschenwürdige Arbeit für Hausangestellte verabschiedet werden.

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