Deutschland leistet finanzielle Unterstützung für die Arbeit der ILO

Die Bundesministerien für Arbeit und für wirtschaftliche Zusammenarbeit finanzieren Maßnahmen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Togo und zur Schaffung eines sozialen Basisschutzes in Entwicklungsländern.

8. Januar 2013

Deutschland unterstützt das Netzwerk für Jugendbeschäftigung mit 650.000 Euro. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) wurde im Dezember 2012 unterzeichnet. Sie sieht Maßnahmen zur Förderung der Jugendbeschäftigung im westafrikanischen Togo im Zeitraum 2013 bis 2014 vor.

Das Netzwerk für Jugendbeschäftigung (Youth Employment Network) wurde 2001 gemeinsam von der ILO, der UN und der Weltbank ins Leben gerufen. Es geht davon aus, dass Menschen vor Ort oft gute Ideen zur Schaffung von Arbeit auch für Jugendliche haben, und will dafür notwendige finanzielle Mittel und Kenntnisse vermitteln. So wurden zum Beispiel Unternehmensgründungsseminare in unterschiedlichen Bereichen wie Kleinrestaurants, Kompostproduktion oder Community Radios veranstaltet.

Innerhalb des Netzwerks nimmt der „Youth to Youth Fund“ (Y2Y) eine Schlüsselstellung ein. Der Fonds soll als ein Labor für Ideen dienen, die von Jugendlichen selbst entwickelt werden. Durch ihn konnten bereits über 1000 Arbeitsplätzen für Jugendliche in Post-Konfliktländern geschaffen werden.

Mit dem deutschen Beitrag soll an diese Erfolge angeknüpft werden. Der Y2Y-Fonds in Togo setzt dabei einerseits auf neue Ideen für die Gründung innovativer Unternehmen durch Jugendliche, beispielsweise in der Landwirtschaft und in der Lebensmittelverarbeitung sowie in den Umwelttechnologien einschließlich Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Zum anderen wird ein Schwerpunkt auf die Übernahme von Unternehmensideen gelegt, die sich in anderen Ländern bereits bewährt haben.

Insgesamt 1,2 Millionen Euro trägt die Bundesregierung überdies zum regulären Haushalt der ILO in diesem und im kommenden Jahr bei. Die Mittel werden vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales bereitgestellt. Sie sind insbesondere für die Schaffung eines sozialen Basisschutzes in Entwicklungsländern vorgesehen, in denen es bislang noch kein umfassendes Sozialversicherungssystem gibt. Die Internationale Arbeitskonferenz der ILO hat im vergangenen Juni eine entsprechende Empfehlung beschlossen, die die Konvention über Soziale Sicherheit ergänzt.