ILO Deutschland beim Internationalen Symposium von UN Women (Nationales Komitee Deutschland) zur wirtschaftlichen Stärkung von Frauen
Das Nationale Komitee von UN WOMEN e.V. lud am 6. Juli 2017 zu einem Internationalen Symposium zum Thema „Frauen in einer sich verändernden Arbeitswelt“ ein.
Das Internationale Symposium des UN WOMEN Nationales Komitees Deutschland e.V. brachte am 6. Juli 130 Experten der Bundesregierung, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zusammen, um Herausforderungen und Lösungsansätze für die vollständige und gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in der Wirtschaft zu diskutieren.
Zu Beginn stellte Prof. Dr. Ute Klammer das Gutachten der Sachverständigenkommission zum zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung vor. Es folgte ein Kommentar von Sven Paul, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Anna Falth, UN WOMEN, beleuchtete in ihrer Zusammenfassung der Abschlusserklärung der 61. Frauenrechtskommission die globale Dimension. Das Ziel der wirtschaftlichen Stärkung von Frauen, vor allem vor dem Hintergrund der Zukunft der Arbeit, wurde von allen Seiten gleichermaßen betont.
Am Nachmittag wurden in vier parallelen Workshops die Veränderungen der Arbeitswelt für Frauen im Hinblick auf Digitalisierung, Migration und Flucht, soziale Normen und Arbeitsrechte vertieft behandelt. Malte Drewes, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der ILO Vertretung in Deutschland, leitete den Workshop zu den Rechten der Arbeitnehmer*innen und dem informellen Arbeitsmarkt. Diskutiert wurden insbesondere die geschlechterspezifischen Auswirkungen in den Branchen Sorgearbeit und Plattformökonomie.
Weltweit arbeiten 2,5 Milliarden im informellen Sektor. Zwei Branchen sind für Deutschland aus einer geschlechterspezifischen Perspektive besonders relevant: Sorgearbeit und Plattformökonomie. Von den weltweit 67 Millionen Arbeiternehmer*innen in der Sorgearbeit und im Haushalt, sind 50 Millionen informell beschäftigt. In Deutschland arbeiten in etwa 2,6 Millionen im Bereich haushaltsnaher Dienstleistungen, zu einem überwiegenden Teil Frauen. Die Arbeitsbedingungen sind oft schlecht. Auch das Phänomen der global care chain, Pflegearbeit leisteten Migrantinnen, ist in diesem Zusammenhang eine große Herausforderung. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels wird sich zukünftig die Situation noch verschärfen. Deutschland hat das ILO-Übereinkommen 189 über Hausangestellte 2013 ratifiziert.
Eine zweite wichtige Branche sind die home-based workers in der Gig Economy. Die Arbeit von zu Hause kann eine Chance für den Wiedereinstieg in den Beruf sein, auch hilft sie in Bezug auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Allerdings müssen viele rechtliche Fragen geklärt werden: vom Beschäftigungsverhältnis bis hin zur sozialen Sicherung. Die geschlechtsspezifischen Auswirkungen sind bislang noch unzureichend erforscht, umso wichtiger erscheint es die besonderen Merkmale dieser Beschäftigungsform näher in den Blick zu nehmen.
Im Ergebnis erarbeiteten den Teilnehmer*innen einen Policy Mix aus rechtlichen Grundlagen, ökonomischen Anreizen, kulturellem Wandel und staatlicher Fürsorge, um den Herausforderungen der neuen Arbeitswelt sozial und gerecht zu begegnen. Die wirtschaftliche Stärkung von Frauen ist wesentlicher Aspekt für ein selbstbestimmtes Leben.
Zu Beginn stellte Prof. Dr. Ute Klammer das Gutachten der Sachverständigenkommission zum zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung vor. Es folgte ein Kommentar von Sven Paul, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Anna Falth, UN WOMEN, beleuchtete in ihrer Zusammenfassung der Abschlusserklärung der 61. Frauenrechtskommission die globale Dimension. Das Ziel der wirtschaftlichen Stärkung von Frauen, vor allem vor dem Hintergrund der Zukunft der Arbeit, wurde von allen Seiten gleichermaßen betont.
Am Nachmittag wurden in vier parallelen Workshops die Veränderungen der Arbeitswelt für Frauen im Hinblick auf Digitalisierung, Migration und Flucht, soziale Normen und Arbeitsrechte vertieft behandelt. Malte Drewes, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der ILO Vertretung in Deutschland, leitete den Workshop zu den Rechten der Arbeitnehmer*innen und dem informellen Arbeitsmarkt. Diskutiert wurden insbesondere die geschlechterspezifischen Auswirkungen in den Branchen Sorgearbeit und Plattformökonomie.
Weltweit arbeiten 2,5 Milliarden im informellen Sektor. Zwei Branchen sind für Deutschland aus einer geschlechterspezifischen Perspektive besonders relevant: Sorgearbeit und Plattformökonomie. Von den weltweit 67 Millionen Arbeiternehmer*innen in der Sorgearbeit und im Haushalt, sind 50 Millionen informell beschäftigt. In Deutschland arbeiten in etwa 2,6 Millionen im Bereich haushaltsnaher Dienstleistungen, zu einem überwiegenden Teil Frauen. Die Arbeitsbedingungen sind oft schlecht. Auch das Phänomen der global care chain, Pflegearbeit leisteten Migrantinnen, ist in diesem Zusammenhang eine große Herausforderung. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels wird sich zukünftig die Situation noch verschärfen. Deutschland hat das ILO-Übereinkommen 189 über Hausangestellte 2013 ratifiziert.
Eine zweite wichtige Branche sind die home-based workers in der Gig Economy. Die Arbeit von zu Hause kann eine Chance für den Wiedereinstieg in den Beruf sein, auch hilft sie in Bezug auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Allerdings müssen viele rechtliche Fragen geklärt werden: vom Beschäftigungsverhältnis bis hin zur sozialen Sicherung. Die geschlechtsspezifischen Auswirkungen sind bislang noch unzureichend erforscht, umso wichtiger erscheint es die besonderen Merkmale dieser Beschäftigungsform näher in den Blick zu nehmen.
Im Ergebnis erarbeiteten den Teilnehmer*innen einen Policy Mix aus rechtlichen Grundlagen, ökonomischen Anreizen, kulturellem Wandel und staatlicher Fürsorge, um den Herausforderungen der neuen Arbeitswelt sozial und gerecht zu begegnen. Die wirtschaftliche Stärkung von Frauen ist wesentlicher Aspekt für ein selbstbestimmtes Leben.