Globale Kommission zur Zukunft der Arbeit

Die Globale Kommission für die Zukunft der Arbeit bei der ILO nimmt ihre Arbeit auf. Das von der ILO benannte, hochrangig besetzte internationale Gremium wird in den nächsten eineinhalb Jahren wichtigen Input für die Jahrhundertinitiative liefern. Ziel ist es, neue Ansätze für eine sich rapide ändernde Arbeitswelt zu erarbeiten.

Die Kommission hat die Aufgabe, eine tiefgehende Analyse zur Zukunft der Arbeit zu erstellen. Auf dieser Grundlage gilt es, das Verständnis von sozialer Gerechtigkeit im 21. Jahrhundert zu erörtern. Folgende Schwerpunkte stehen im Mittelpunkt: Schaffung von menschenwürdiger Arbeit für alle, Arbeitsbeziehungen und Gesellschaft, Arbeitsorganisation und Produktion sowie künftige Governance der Arbeit.

Die Kommission wird von Ameenah Gurib-Fakim, Präsidentin von Mauritius, und Stefan Löfven, Premierminister von Schweden, geleitet und besteht insgesamt aus 28 Mitgliedern: Neben den beiden Vorsitzenden und vier Ex-Officio-Mitgliedern gehören weitere 22 hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verbänden, Wissenschaft und Wirtschaft der Kommission an. Thorben Albrecht, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, ist von deutscher Seite in der Kommission vertreten. Die Expertinnen und Experten haben den Auftrag, einen unabhängigen Bericht zu erstellen, den sie der ILO zum 100. Geburtstag ihrer Gründung im Jahr 2019 vorlegen.

In den vergangenen 18 Monaten fanden bereits in 110 Ländern nationale Dialoge der ILO-Konstituenten – Regierungen, Arbeitgeberorganisationen und Gewerkschaften – über die Zukunft der Arbeit statt. Ihre Ergebnisse werden in den Bericht der Globalen Kommission zur Zukunft der Arbeit einfließen.