Equal Pay International Coalition

Im Kontext der 72. UN-Generalversammlung wurde in New York die Equal Pay International Coalition (EPIC) gegründet – eine Initiative der ILO in Zusammenarbeit mit UN Women und der OECD. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hatte im Vorfeld zu einem Key-Stakeholder-Meeting eingeladen, um über Aufgaben und Governance-Struktur von EPIC zu beraten.

Unter dem Motto “Equal pay for dynamic economies and inclusive societies” fand am 18. September 2017 der Launch der Equal Pay International Coalition, kurz EPIC, in New York statt. Die ILO sendet durch die erstmalige Kooperation mit UN Women und der OECD ein wichtiges Signal hinsichtlich der weltweiten Bemühungen für Entgeltgleichheit – einem Thema, das in jüngster Zeit auch für die deutsche Bundesregierung an Bedeutung gewann.

Der Präsident von Costa Rica, Luis Guillermo Solis Rivera, und der Premierminister von Island, Bjarni Benediktsson, betonten in ihren Eingangsstatements die zentrale Bedeutung von Gendergerechtigkeit für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Es folgten Paneldiskussionen mit den Chefs der ILO, UN Women und der OECD sowie weiterer Inputs aus Politik und Wirtschaft.

Am 23. August hatte das BMFSFJ etwa 40 Regierungsvertreterinnen und Vertreter und Sozialpartner aus verschiedenen Regionen der Welt nach Berlin eingeladen, um über die Details der neuen Initiative zu beraten. Mit dem Entwicklungsziel 8.5 hat sich die Weltgemeinschaft verpflichtet, die eklatanten Lohnlücken bis 2030 zu beseitigen. Das Ziel „Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit“ wurde bereits 1951 in der ILO-Kernarbeitsnorm 100 festgeschrieben. Mehr als 90 Prozent der Mitgliedsstaaten haben seither das Übereinkommen ratifiziert. Dennoch klafft auch mehr als 50 Jahre später immer noch eine enorme Lücke zwischen den Geschlechtern.

Kontakt: [email protected]
Weitere Informationen finden Sie auf der EPIC Website.