A worker in protective gear at a waste processing centre in Seynod, France.

Arbeitsschutz / Arbeitssicherheit

© Marcel Crozet / ILO

Jährlich führen Arbeitsunfälle und berufsbedingte Erkrankungen weltweit zu 2,93 Millionen Todesfällen. Über 395 Millionen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen erleiden jährlich einen nicht-tödlichen Unfall.

Für die ILO sind adäquater Arbeitsschutz, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und die Grundlegenden Prinzipien und Rechte bei der Arbeit zentrale Aufgabenfelder. Das Übereinkommen 155 über Arbeitsschutz und Arbeitsumwelt und das Übereinkommen 187 über den Förderungsrahmen für den Arbeitsschutz legen die völkerrechtliche Grundlage für eine sichere Arbeitswelt.

Um die weltweiten Bemühungen für ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld zu verstärken hat die ILO eine neue Strategie - Global Strategy on Occupational Safety and Health 2024-2030 - verabschiedet, die das Wohlergehen von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen priorisiert.

Der Vision Zero Fonds (VZF), ein globaler Präventionsfonds für Unfallschutz, wurde auf Initiative Deutschlands im Rahmen der deutschen G7 Präsidentschaft 2015 ins Leben gerufen und von den G20 2017 bekräftigt. Der VZF verfolgt das Ziel, eine Arbeitswelt ohne tödliche Arbeitsunfälle zu schaffen. Das Sekretariat des Fonds wird von der ILO geführt, die die Interessensgruppen im Rahmen seines Modells für kollektives Handeln zusammenbringt, um die Sicherheit und den Gesundheitsschutz zu verbessern. Der Fonds setzt auf Vorbeugung und Kooperation im Aufbau von Unfallversicherungen und Arbeits- und Schutzinspektionen.

Deutsche Unternehmen müssen insbesondere auch im Hinblick auf ihre Lieferketten für adäquaten Arbeitsschutz und menschenwürdige Arbeitsbedingungen sorgen.