Woman in forced labour partially covering her face with her hand.

Arbeitsausbeutung / Zwangsarbeit

© ILO / A.Khemka

27,6 Millionen Männer, Frauen und Kinder sind weltweit Opfer von Zwangsarbeit und moderner Sklaverei, allein von 2016 bis 2021 eine Steigerung um 2,7 Millionen Menschen. Zwangsarbeit ist ein globaler wirtschaftlicher Faktor, jährlich werden 236 Milliarden US Dollar allein mit Zwangsarbeit und Arbeitsausbeutung erwirtschaftet.

Auch in Deutschland finden sich Elemente der Zwangsarbeit bzw. moderner Sklaverei in verschiedenen Sektoren, wie z.B. in der fleischverarbeitenden Industrie, im Baugewerbe, der Erntearbeit oder auch der Gastronomie.

Die völkerrechtlichen Grundlagen für den Kampf gegen Zwangsarbeit sind Kernarbeitsnormen der ILO im Rang von Menschenrechten mit universeller Gültigkeit, konkret Übereinkommen 29 über Zwangs- oder Pflichtarbeit, das Protokoll 2014 zum Übereinkommen über Zwangsarbeit und Empfehlung 203 betreffend ergänzende Maßnahmen zur effektiven Beseitigung von Zwangsarbeit.

Das Forced Labour Observatory bietet umfassende globale und länderspezifische Informationen über Zwangsarbeit. Daten zu Zwangsarbeit erlauben es Unternehmen, ihre eigene Risikoanalyse durchzuführen. Der ILO Helpdesk unterstützt Unternehmen dabei, ihre unternehmerische Aktivität und insbesondere ihre Aktivitäten in der Lieferkette nach internationalen Arbeitsstandards zu gestalten. Die Fair Recruitment Inititative stellt sicher, dass Einstellungspraktiken auf nationaler und grenzüberschreitender Ebene auf Arbeitsnormen beruhen.

Die ILO arbeitet eng mit Deutschland im Kampf gegen Zwangsarbeit zusammen und unterstützt bei der Entwicklung eines Nationalen Aktionsplans zur Prävention von Zwangsarbeit.