109. Internationale Arbeitskonferenz

Erste virtuelle Internationale Arbeitskonferenz der ILO eröffnet

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte findet die Internationale Arbeitskonferenz online statt und wird im Laufe des Jahres in zwei Segmente aufgeteilt.

Nachricht | 20. Mai 2021


Genf (ILO News) – Die 109. Internationale Arbeitskonferenz (IAK) ist eröffnet. Aufgrund der  Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie findet die Konferenz erstmalig virtuell statt.

Omar Zniber, Botschafter und Ständiger Vertreter des Königreichs Marokko beim Büro der Vereinten Nationen und anderen internationalen Organisationen in Genf, wurde in der Eröffnungssitzung der Konferenz, am 20. Mai 2021, zum Präsidenten gewählt. Er bezeichnete seine Wahl als "eine Quelle des Stolzes" für sein Land und die afrikanische Region.

"Wie oft gesagt wird, ist die Internationale Arbeitskonferenz das globale Parlament der Arbeit, das den Regierungen, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen der Mitgliedsstaaten eine einzigartige Gelegenheit bietet, dreigliedrige Diskussionen über soziale und arbeitsrechtliche Fragen sowie Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Welt der Arbeit zu führen", sagte er.

"In diesem Jahr hat unsere Konferenz ein besonderes Format und ist von besonderer Bedeutung, da sie im letzten Jahr aus Gründen, die wir alle nur zu gut kennen, verschoben wurde. Natürlich sind die Erwartungen an die Arbeit, die wir in den nächsten Wochen und bei der Wiederaufnahme unserer Tagung später in diesem Jahr leisten werden, hoch. Ich werde zusammen mit meinen Vizepräsidenten mein Bestes tun, um unsere Arbeit in diesem Sinne zu leiten, und werde keine Mühe scheuen, um sicherzustellen, dass diese Konferenz für alle ein Erfolg wird."

Der Generaldirektor der ILO, Guy Ryder, begrüßte den Beginn der ILC und die wichtige Rolle des neu gewählten Konferenzpräsidenten.

"Nach der unvermeidlichen Verschiebung dieser Tagung im letzten Jahr waren sich, glaube ich, alle ILO-Mitglieder - Regierungen, Arbeitgeber und Arbeitnehmer - einig, dass diese Konferenz zu diesem Zeitpunkt stattfinden sollte, weil wir wesentliche Arbeit zu leisten haben und weil die institutionelle Kontinuität unserer Organisation sehr stark davon abhängen. (…) Wenn die ILO diese Konferenz unter ihrer Führung erfolgreich durchführt, wird sie einen weiteren, äußerst wichtigen Schritt zur Überwindung der COVID-19-Pandemie machen, die die Arbeitswelt in den letzten anderthalb Jahren erschüttert hat, und damit einen entscheidenden Beitrag zum Aufbau einer besseren Zukunft leisten."

Die Sitzung wird am 3. Juni wiedereröffnet, wenn die meisten Konferenzausschüsse ihre Arbeit aufnehmen, und wird sich über einen Zeitraum von zweieinhalb Wochen erstrecken.
Das Plenum wird am 7. Juni aufgenommen und tagt bis zum 19. Juni.

Zu den Tagesordnungspunkten im Juni gehören ein besonderes Ergebnisdokument über die Reaktion  auf COVID-19, die Erörterung der Berichte des Vorsitzenden des Verwaltungsrats und des Generaldirektors, das Programm und der Haushaltsplan der ILO für 2022-23, die wiederkehrende Erörterung im Rahmen der Folgemaßnahmen zur Erklärung der ILO zur sozialen Sicherheit sowie die Prüfung der Berichte über die Anwendung von Arbeitsnormen während der Pandemie und damit verbundenen Diskussionen verschiedener Fälle in den ILO-Mitgliedsländern.

Der zweite Teil der Konferenz findet vom 25. November bis zum 11. Dezember statt, mit einer Tagesordnung, die thematische Diskussionen über Ungleichheiten und die Arbeitswelt sowie Fähigkeiten und lebenslanges Lernen umfasst.