Virtueller Gipfel: COVID-19 und die Welt der Arbeit

Auf regionalen Veranstaltungen diskutierte die ILO mit Mitgliedern und Gästen über COVID-19 und die Welt der Arbeit

Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus fünf Regionen diskutierten die Herausforderungen der COVID-19 Pandemie für die Wiederbelegung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt. Schlussfolgerungen werden im virtuellen Globalen Gipfel der ILO Mitte der Woche eingebracht.

Nachricht | 6. Juli 2020
Genf (ILO News) - Die Ergebnisse der fünf regionalen virtuellen Veranstaltungen zu den wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der COVID-19 Pandemie und den Schlußfolgeerungen für die Gestaltung der zukünftigen Arbeitswelt fließen in den globalen Summit der ILO vom 7.-9. Juli ein. Rund 70 Staats- und Regierungschefinnen und -chefs, zentrale Akteure der globale Arbeitgeber- und Gewerkschaftsorganisationen, der UN-Generalsekretär und Leitungen wichtiger internationaler Organisationen nehmen an dem Summit teil.

Sie diskutieren gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den fünf Regionen der ILO - Afrika, Nord- und Südamerika, den arabischen Staaten, dem asiatisch-pazifischen Raum und Europa und Zentralasien - über die gravierenden Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf Volkswirtschaften, Arbeitsmärkte und Gesellschaften im Lichte der nationalen Reaktionen. Es handelt sich um die größte Online-Veranstaltung von Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretungen und Regierungen.

Die Erklärung zum hundertjährigen Jubiläum der ILO zur Zukunft der Arbeit  (Jahrhunderterklärung) soll dabei als Grundlage für eine am Menschen orientierte, integrative und nachhaltige Erholung von den Lasten der Pandemie dienen.

Dieser Austausch wird in die globalen Diskussionen während des kommenden Gipfels einfließen. Die Pandemie hat die extreme Gefährdung von Millionen von Menschen in der Arbeitswelt zur Folge. Der jüngste ILO Monitor „COVID-19 und die Welt der Arbeitt“ verzeichnete weltweit im zweiten Quartal 2020 einen 14-prozentigen Rückgang der Arbeitszeit, was dem Verlust von 400 Millionen Vollzeitarbeitsplätzen entspricht. Die überwiegende Mehrheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern weltweit (93 Prozent) lebt in Ländern, die von Arbeitsplatzschließungen betroffen sind.

Diskussionsthemen des Gipfels am 7. und 8. Juli:

  • Wie kann man Vollbeschäftigung und produktive Beschäftigung in diesem neuen Umfeld fördern?
  • Was muss getan werden, um die durch die Pandemie deutlich gewordenen massiven Schwachstellen der Arbeitswelt zu beheben?
  • Welche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer benötigen besondere Unterstützung und Aufmerksamkeit?
  • Wie können Verringerung und Beseitigung der Armut als zentrale Ziele des Erholungsprozesses besser erreicht werden?
  • Wie kann die internationale Gemeinschaft das gemeinsame Ziel der Umsetzung der UN-Agenda 2030 besser erreichen?

Die Höhepunkte der fünf regionalen Veranstaltungen werden während der ersten globalen Veranstaltung am 7. Juli zusammen vorgestellt.

Reden von Staats- und Regierungschefs und zentralen Persönlichkeiten der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen werden am 8. Juli - dem Global Leaders Day - gehalten. UN-Generalsekretär António Guterres wird sich zum Thema positionieren.

Am 9. Juli - dem Tag für ILO-Konstituenten werden Ministerinnen und Minister, führende Persönlichkeiten von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden aus den ILO-Mitgliedstaaten über die Ereignisse der ersten beiden Gipfeltage diskutieren und die Umsetzung der Erklärung zum hundertjährigen Jubiläum der ILO zur Zukunft der Arbeit (Jahrhunderterklärung) vor dem Hintergrund der Pandemie erörtern.

Journalisten können die Diskussionen über die Website des Weltgipfels der ILO am 7. und 8. Juli verfolgen.