International Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Beendigung von Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt der Arbeit

ILO Director-General Guy Ryder zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Nachricht | 18. Oktober 2019

An diesem Internationalen Tag bezieht die Welt Stellung gegen Vergewaltigung und alle Formen der Gewalt und Belästigung von Frauen. Gewalt gegen Frauen ist eine der häufigsten Diskriminierungsformen, einer der heimtückischsten Wege, um die Würde, Autonomie und Unabhängigkeit von Frauen zu untergraben.

Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt gibt es in allen Berufen und Positionen. Kein Land, kein Arbeitsbereich und kein Beruf ist immun dagegen.

Gewalt und Belästigung werden und müssen ein Ende haben. Im Juni 2019 verabschiedeten Regierungen und Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen aus der ganzen Welt das Übereinkommen über die Beseitigung von Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt (Nr. 190) und die dazugehörige Empfehlung (Nr. 206). Der erste internationale Vertrag, der das Recht aller Menschen auf eine Arbeitswelt ohne Gewalt und Belästigung festschreib tund Wege zur Verwirklichung aufzeigt.

Diese Verpflichtung muss nun in konkrete, praktische Maßnahmen umgesetzt werden. Die ILO fort am Internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen  die umfassende Ratifizierung dieses grundlegenden Übereinkommens. Der Ratifizierungsprozeß  wird konkrete Maßnahmen vor Ort beschleunigen, die Durchsetzung nationaler Gesetze sowie Präventionssyteme und Methoden für einen wirksamen Rechtsschutz forcieren

Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt haben enorme menschliche, soziale und wirtschaftliche Kosten. Gewalt und Belästigung stellen eine der größten Bedrohungen für menschenwürdige Arbeit dar. Lassen wir keine Ausreden mehr zu. Lassen sie uns zusammenarbeiten und das Versprechen des Übereinkommens Nr. 190 für alle umsetzen.