Generalversammlung der Vereinten Nationen

UN-Generalsekretär kündigt neue Beschäftigungsinitiative an und fordert Regierungen nachdrücklich zur Beteiligung auf

Die Initiative bietet einen Strategieplan mit dem Ziel sicherzustellen, dass Arbeitsplätze und Wohlbefinden der Menschen im Mittelpunkt des Übergangs zu einer klimaneutralen Wirtschaft stehen.

Nachricht | 24. September 2019
©Cia Pak / UN Photo
New York (ILO News) – Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, hat in New York eine neue Initiative angekündigt, die darauf abzielt, die Schaffung angemessener Arbeitsplätze und den Schutz der Lebensgrundlagen in den Mittelpunkt der Bemühungen von Regierungen zur Förderung des Klimaschutzes zu stellen. Er hat Regierungen aufgefordert, sich der Initiative anzuschließen.

Die neue Initiative "Climate Action for Jobs" wurde auf dem Klimagipfel des Generalsekretärs 2019 im UN-Hauptquartier in New York vorgestellt. Die Initiative wurde gemeinsam vom Klimagipfel, der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und anderen Mitgliedern des “Summit Social and Political Drivers Action Area“ unter der gemeinsamen Leitung von Spanien und Peru entwickelt.

Guterres sagte: "Heute starten wir gemeinsam mit der Internationalen Arbeitsorganisation und den Partnern Spanien und Peru die „Climate Action“ für Arbeitsplätze, eine Initiative, die die Schaffung von Arbeitsplätzen und den Schutz der menschlichen Lebensgrundlagen in den Mittelpunkt der nationalen Klimaaktionspläne stellt.“

Rund 1,2 Milliarden Arbeitsplätze oder 40 Prozent der weltweiten Beschäftigung hängen direkt von einer gesunden und stabilen Umwelt ab. Unternehmen können auf einem belasteten Planeten nicht erfolgreich sein. Auf einem sterbenden Planeten können keine Arbeitsplätze erhalten werden."

United Nations Secretary-General Antonio Guterres

Er fügte hinzu: "Rund 1,2 Milliarden Arbeitsplätze oder 40 Prozent der weltweiten Beschäftigung hängen direkt von einer gesunden und stabilen Umwelt ab. Unternehmen können auf einem belasteten Planeten nicht erfolgreich sein. Auf einem sterbenden Planeten können keine Arbeitsplätze erhalten werden. Wir brauchen die gemeinsame Initiative von Regierungen, Unternehmen und Menschen auf der ganzen Welt, um diese Bemühungen zu unterstützen und die Klimaschutzmaßnahmen zu beschleunigen."
Die neue Initiative fordert die Regierungen auf, nationale Pläne für einen gerechten Übergang hin zu menschenwürdiger Arbeit und ökologischen Arbeitsplätzen zu schaffen. Bestandteil der nationalen Aktionspläne sollen die nachfolgend genannten spezifischen Maßnahmen sein:
  • Bewertung der beschäftigungsrelevanten, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen von Klimaschutzmaßnahmen
  • Implementierung von Maßnahmen zur Kompetenzentwicklung und -verbesserung
  • Entwicklung innovativer Sozialmaßnahmen zum Schutz von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und gefährdeten Gruppen
  • Verstärkter Transfer von Technologie und Wissen in die Entwicklungsländer sowie Innovation und verantwortungsvolle Investitionen.
  • Förderung eines attraktiven Unternehmensumfelds, das es Unternehmen (insbesondere KMUs) ermöglicht, kohlenstoffarme Produktionsverfahren einzuführen.
  • Entwicklung von Wirtschaftspolitischen Ansätzen und Anreizen zur Unterstützung und Förderung des Übergangs der Unternehmen zu einer ökologisch nachhaltigen Produktion von Waren und Dienstleistungen.
  • Schaffung von Mechanismen für einen integrativen sozialen Dialog, um einen Konsens für einen transformativen und nachhaltigen Wandel zu erzielen.
Die ILO-Leitlinien für einen gerechten Klimaübergang, „Guidelines for a just transition towards environmentally sustainable economies and societies for all“ die im Konsens von Regierungen, Arbeitgeberorganisationen und Gewerkschaften angenommen wurden, bieten einen Rahmen für den Übergang zu kohlenstoffarmen Volkswirtschaften.

Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) werden Maßnahmen zur umweltfreundlichen Energieerzeugung und -nutzung bis 2030 zu einem Nettoarbeitsplatzgewinn von rund 24 Millionen Arbeitsplätzen führen. Da die Emissionen auf ein Rekordniveau ansteigen und die globalen Temperaturen weiter steigen, zielt der Klimagipfel darauf ab, Maßnahmen zur Verringerung der Emissionen und zum Aufbau der Klimaresistenz zu fördern. Sie wird konkrete Initiativen einleiten, an denen sich Regierungen, Unternehmen und Menschen überall beteiligen können, um den Klimaschutz zu fördern.

ILO-Generaldirektor Guy Ryder, resümiert: "Die Akteure in der Arbeitswelt - Regierungen, Arbeitgeber und Arbeitnehmer - spielen eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung neuer Arbeitsweisen, die die Umwelt für gegenwärtige und zukünftige Generationen erhalten und schützen, die Armut beseitigen und soziale Gerechtigkeit anstreben, indem sie nachhaltige Unternehmen fördern und menschenwürdige Arbeit für alle schaffen".

Die Umsetzung der Initiative wird von der ILO mit Unterstützung weiterer Partner- darunter das B-Team, der Internationale Gewerkschaftsbund und die Internationale Organisation der Arbeitgeber - vorangetrieben. Länder, die sich der Initiative anschließen oder mehr darüber erfahren möchten, sind eingeladen, sich an spdcast@un.org zu wenden.

Für Medienanfragen wenden Sie sich bitte an:


Das ILO-Nachrichtenteam unter newsroom@ilo.org oder +41 22 799 7697 - Hayley Moller, Kommunikationsteam des Climate Action Summit unter +1 (415) 233-1140