Friedensnobelpreis

Guy Ryder: Der diesjährige Friedensnobelpreis ist eine Grundsatzentscheidung im Kampf gegen Kinderarbeit

Die Internationale Arbeitsorganisation begrüsst sehr die Entscheidung des Nobelpreiskomitees, den diesjähirgen Friedensnobelpreis an die pakistanische Vorkämpferin für das Recht auf Bildung für alle Kinder und Jugendliche, Malala Yousafzai und den indischen Kinderrechtsaktivistin Kailash Satyarthi zu vergeben.

Nachricht | 10. Oktober 2014
Kailash Satyarthi und Malala Yousafzai
© R. Raveendran/E.Wole / AFP
„Ich begrüsse und unterstütze die Entscheidung des Nobelpreiskomitees für den Kampf gegen die gravierende Ausbeutung von Kindern und jungen Menschen. Dass Malala, mit 17 Jahren die jüngste Preisträgerin des Friedensnobelpreises, geehrt wurde, gibt wirklich Hoffnung und Inspiration im Kampf gegen Kinderarbeit und für das Recht auf Bildung für alle Kinder und besonders für Mädchen.

Das Nobelpreiskomitee würdigt die bahnbrechende Rolle von Kailashs Kampagne „Bildung für Alle“. Seine Leistungen reflektieren seine große Fähigkeit, Allianzen von den Grasswurzeln bis auf die höchste politische Ebene zu schmieden.
Kailash Satyarthi und Guy Ryder auf der 3.Globalen Konferenz gegen Kinderarbeit im Oktober 2013 in Brasilien.

Ich erinnere mich an den berührenden Moment im Jahr 1998, als Kailash eine Gruppe von befreiten Kinderarbeitern zur Internationalen Arbeitskonferenz anführte. Es war genau der richtige Zeitpunkt, als der Vorsitzende des „Globalen Marsches gegen Kinderarbeit“ und die Kinder vor die internationale Gemeinschaft traten, die einen entscheidenden Schritt für die Verabschiedung eines neuen Übereinkommens gegen die schlimmsten Formen der Kinderarbeit auf den Weg brachte.

Ich hoffe, dieser Preis wird neue Lebenskraft und Energie für die Abschaffung aller Formen von Kinderarbeit und die Förderung von guter Bildung und menschenwürdiger Arbeit für Alle bringen".