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Welt-AIDS-Tag 2005: AIDS-Bekämpfung am Arbeitsplatz

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) organisiert anlässlich des Welt-AIDS-Tags am 1. Dezember gemeinsam mit Arbeitnehmern und Arbeitgebern Veranstaltungen und Aktionen in aller Welt, um zur Bekämpfung von AIDS am Arbeitsplatz aufzurufen.

"Der Arbeitsplatz spielt bei der Bekämpfung von AIDS eine strategisch herausragende Rolle", sagte ILO-Generaldirektor Juan Somavia. "Es ist ein Kampf nicht nur gegen die verheerende Krankheit, sondern auch gegen Diskriminierung, Intoleranz, Vorurteile und Angst." Der Arbeitsplatz ist ein idealer Ort, um Informationen und Aufklärung, aber auch medizinische Versorgung zu gewährleisten. "Zudem können wir durch entsprechende Aktivitäten am Arbeitsplatz zeigen, dass HIV-infizierte Menschen weiter aktiv und produktiv am Leben teilnehmen können, vor allem wenn sie Behandlung und Unterstützung erfahren", so Somavia weiter.

Eine bislang unveröffentlichte ILO-Studie zeigt insbesondere auch den Zusammenhang zwischen der HIV/AIDS-Epidemie und der zunehmenden wirtschaftlichen Globalisierung auf. Vor allem die wachsende Mobilität von Menschen trägt zur Ausbreitung der Krankheit bei.

Daher wendet sich beispielsweise die ILO in Indien an Wanderarbeiter und Lkw-Fahrer, die oftmals lange Zeit ohne ihre Familien leben und besonders häufig HIV/AIDS-Risiken ausgesetzt sind. Mit Puppenspielen und Liedern aus populären indischen Filmen werden diese besonders schwer erreichbaren Bevölkerungsgruppen über die Risiken und über Prävention informiert.

Odile Frank, die die ILO-Untersuchung über HIV/AIDS im Zeitalter der Globalisierung leitet, betont auch die Bedeutung von Präventions- und Hilfsangeboten speziell für Migranten. Einreiseverbote für HIV-infizierte Arbeitnehmer seien dagegen in der Praxis nicht nur wirkungslos, sondern überdies auch ein Verstoß gegen die Menschenrechte. "HIV/AIDS kennt keine Grenzen", so Frank. „Die Krankheit ist schon jetzt in jedem Land der Welt verbreitet. Es ist daher entscheidend, dass alle Staaten global denken und kooperieren, wenn sie ihre eigene Bevölkerung schützen wollen."

Weitere Informationen über die Bekämpfung von HIV/AIDS am Arbeitsplatz und die weltweiten Aktivitäten der ILO in diesem Bereich sind im Internet zu finden unter www.ilo.org/public/english/protection/trav/aids

Für Rückfragen: ILOAIDS Genf, 0041-22-799-6486


 

ILO Vertretung Deutschland - Collage

 


Aktualisiert von MM. Genehmigt von WH.  Stand: 30.11.2005

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