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Bundeskanzlerin zeigt Kinderarbeit die Rote Karte

Welttag gegen Kinderarbeit: Angela Merkel unterstützt Kampagne der ILO

Zum Welttag gegen Kinderarbeit am 12. Juni und kurz nach Beginn der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland zeigt Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einem Foto Kinderarbeit die Rote Karte.

Die Kampagne „Rote Karte gegen Kinderarbeit“ wurde von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in Partnerschaft mit der FIFA beim Africa Cup of Nations 2002 in Mali ins Leben gerufen, um auf diese Weise Millionen von Menschen auf das Problem aufmerksam zu machen. Seither kam die Rote Karte bei zahlreichen internationalen Fußballereignissen zum Einsatz, wie etwa dem FIFA Women’s World Cup und dem Asian Cup.

Um der ILO-Kampagne noch mehr Nachdruck zu verleihen, lassen sich Politiker und Prominente aus aller Welt mit der Roten Karte gegen Kinderarbeit fotografieren. Dazu gehören neben Bundeskanzlerin Merkel unter anderem die Präsidentinnen von Finnland und Liberia, Tarja Halonen und Ellen Johnson-Sirleaf, die Präsidenten von Brasilien und Südafrika, Ignácio „Lula“ da Silva und Thabo Mbeki, sowie die Fußballlegenden Roger Milla und Zinedine Zidane.

Foto: Bundespresseamt

„Wieder und wieder hat man uns erzählt, dass es Kinderarbeit immer geben wird“, sagte ILO-Generaldirektor Juan Somavia. „Doch die weltweite Bewegung gegen Kinderarbeit hat diese Behauptung widerlegt.“ Erst im Mai hatte eine Untersuchung der ILO unter dem Titel „Das Ende der Kinderarbeit: zum Greifen nah“ eine so positive Entwicklung aufgezeigt, dass die Beseitigung wenigstens der schlimmsten Formen der Kinderarbeit innerhalb der kommenden zehn Jahre durchaus in Greifweite rückt. Zwischen 2000 und 2004 sank der ILO-Erhebung zufolge die Zahl der arbeitenden Kinder um elf Prozent auf 218 Millionen. Die Zahl der Kinder unter 14 Jahren, die besonders gefährlicher oder schädlicher Arbeit nachgehen, fiel sogar um 33 Prozent.

Die Bundesregierung unterstützte den Kampf der ILO gegen Kinderarbeit von Anfang an, indem sie das Internationale Programm zur Beseitigung der Kinderarbeit (IPEC) mit initiierte. Sie gehört mit mehr als 50 Millionen Euro zu dessen wesentlichen Unterstützern.

In mehr als hundert Ländern wurde zum Welttag gegen Kinderarbeit mit den unterschiedlichsten Aktionen auf das Problem hingewiesen. Am Hauptsitz der Organisation in Genf etwa richtete der kamerunische Fußballstar Roger Milla einen Appell an die dort gerade tagende Internationale Arbeitskonferenz, alles zur Abschaffung von Kinderarbeit zu tun. Im pakistanischen Sialkot, wo der ILO gemeinsam mit der FIFA und anderen Partnern die Beseitigung der Kinderarbeit in der Fußballherstellung gelungen ist, findet ein symbolisches Fußballmatch statt. Kinder, die vormals Fußbälle nähten, haben jetzt Zeit, Fußball zu spielen – so die Botschaft des Matchs, das den Auftakt des neuen ILO-FIFA-Programms zur Unterstützung von Kinderrechten markiert.

 

Das Ende der Kinderarbeit - Zum Greifen nah

Das Ende der Kinderarbeit - Zum Greifen nah

ILO Welttag gegen Kinderarbeit

 


Aktualisiert von MM. Genehmigt von WH.  Stand: 12.06.2006

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