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Welttag zur Erinnerung an den Sklavenhandel |
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ILO kämpft für Abschaffung von moderner Sklaverei und Menschenhandel
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Berlin Anlässlich des Welttags zur Erinnerung an den Sklavenhandel und dessen Abschaffung am 23. August weist die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) darauf hin, wie wichtig auch heute noch die Bekämpfung der modernen Sklaverei und des Menschenhandels ist. Das Zwangsarbeitsverbot gehört zu den Kernarbeitsnormen der ILO. 2007 jährt sich zum 200. Mal die Verabschiedung des Gesetzes, mit dem Großbritannien dem Sklavenhandel zunächst immerhin juristisch ein Ende setzte. Dem war eine breite Kampagne von Aktivisten vorausgegangen.
Dass solche Kampagnen längst nicht überflüssig geworden sind, zeigten die jüngsten Nachrichten aus China, wo die Polizei im Juni rund 500 Sklavenarbeiter aus Ziegeleien und Minen holte, und aus Brasilien, wo im Juli in einer groß angelegten Aktion gegen Zwangsarbeit mehr als 1100 Zuckerrohrarbeiter befreit wurden, die auf den Plantagen wie Sklaven gehalten worden waren.
"Wie die Sklavereigegner vor 200 Jahren müssen auch wir das Bewusstsein von Politik und Öffentlichkeit für dieses Problem schärfen", sagte Roger Plant, Leiter des ILO-Sonderaktionsprogramms zur Bekämpfung der Zwangsarbeit. "Zwangsarbeit und Menschenhandel können nur weiter existieren, so lange sie ignoriert werden und straflos bleiben."
Mindestens 12,3 Millionen Männer, Frauen und Kinder weltweit arbeiten gegenwärtig unter Zwang oder sklavenähnlichen Bedingungen, schätzte die ILO in ihrem letzten globalen Bericht über Zwangsarbeit. Die Opfer des weltweiten Menschenhandels beziffert sie mit 2,4 Millionen. Während die Zwangsarbeit in Entwicklungsländern langsam rückläufig ist, nimmt der Menschenhandel vor allem in die Industrieländer sogar noch zu.
Plant forderte Politik und Wirtschaft dazu auf, sich der Globalen Allianz der ILO zur Bekämpfung der Zwangsarbeit anzuschließen. Zusammen mit dem Global Compact der Vereinten Nationen hat die ILO zehn Prinzipien für Unternehmen zur Bekämpfung von Zwangsarbeit und Menschenhandel formuliert. Zu den Prinzipien gehören beispielsweise transparente Regeln gegen Zwangsarbeit auch für Zulieferer, klare schriftliche Arbeitsverträge, Training für Personalabteilungen und interne Prüfer, um sie für das Problem zu sensibilisieren, Überwachung von Leiharbeitsfirmen, vor allem wenn sie Migranten beschäftigen, und regelmäßige Informationen für Anteilseigner und potenzielle Investoren über die Einhaltung der Regeln.
Die ILO ist überdies auch Teil einer neuen Initiative der Vereinten Nationen gegen Menschenhandel (www.ungift.org), die Anfang nächsten Jahres eine große internationale Konferenz zu diesem Thema abhalten wird.
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