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Erste Absolventen des Studiengangs Gewerkschaftspolitik und Globalisierung erhalten Master-Urkunde
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ILO Berlin - Die ersten Studenten des weltweit einzigartigen Masterstudiengangs "Labour Policies and Globalisation" an der Fachhochschule für Wirtschaft (FHW) Berlin und der Universität Kassel erhalten Ende September ihre Abschlussurkunde.
Der englischsprachige, auf ein Jahr angelegte Studiengang ist auf Initiative der International Labour Organization (ILO) von der FHW Berlin und von der Universität Kassel in Zusammenarbeit mit der internationalen Gewerkschaftsbewegung und ausländischen Partneruniversitäten entwickelt worden. Wesentlich mit unterstützt wird das Projekt vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ).
Auf der Veranstaltung in Berlin wurden zugleich die Studierenden des zweiten Kurses von Professor Friedrich Buttler, ILO-Direktor für Europa, Bob Harris, Vertreter der internationalen Gewerkschaftsbewegung, Professor Michael Tolksdorf, Erster Prorektor der FHW Berlin, und Professor Christoph Scherrer, Dekan des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften der Uni Kassel, begrüßt.
In seinem Vortrag über die Herausforderungen der Globalisierung für das europäische Sozialmodell betonte Friedrich Buttler die Notwendigkeit der Anpassung an die Bedingungen des 21. Jahrhunderts und stellte die Vorbildfunktion des europäischen Weges für die faire Gestaltung der Globalisierung heraus.
Die Einrichtung des Studiengangs entsprang der Erkenntnis, dass die durch den Globalisierungsprozess ausgelösten gewaltigen wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen die bestehenden Regulierungs- und Politikmodelle in Frage stellen. Zu der Frage, wie gerade auch die Gewerkschaften ihre Politik an die sich ändernden Bedingungen anpassen können, werden die Absolventen des Masterstudiengangs einen Beitrag leisten können.
Zwei Semester lang befassten sich die 23, aus 18 Ländern stammenden Absolventen in Kassel und Berlin mit den Herausforderungen, die die Globalisierung an die gewerkschaftliche Politik und Praxis stellt. Der Lehrplan umfasst Themen wie internationale Sozial- und Arbeitsstandards, Schaffung von Beschäftigung, Gleichberechtigung, Arbeitnehmerrechte und soziale Gerechtigkeit, die nach Auffassung der ILO entscheidend sind, um Armut und Ausgrenzung weltweit zu bekämpfen. In Praktika, Exkursionen und Workshops hatten die Studierenden zudem die Gelegenheit, die Arbeit deutscher und ausländischer Gewerkschaften sowie der ILO kennen zu lernen.
Der internationalen Ausrichtung des Studiengangs entsprechend, sollen künftig auch ähnliche Angebote an Partnerhochschulen in Südafrika, Asien, Latein- und Nordamerika gemacht werden. Berlin und Kassel werden damit zum europäischen Standbein eines weltweiten Projekts werden, das individuell auf die unterschiedlichen Bedingungen und Bedürfnisse in verschiedenen Ländern und Regionen eingeht.
An dem Studiengang Interessierte, die Erfahrungen in gewerkschaftlicher Arbeit oder ähnlichen Bereichen aufweisen sollten, können sich bewerben unter www.ilo.org/lpg.
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