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Genf, 15.6.2006 - Rund 2,2 Millionen Menschen sterben Untersuchungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zufolge jedes Jahr durch Arbeitsunfälle oder arbeitsbedingte Erkrankungen. Allein diese Zahl belegt, welche Bedeutung Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz zukommt. Wie dies zu erreichen ist, ist Thema der internationalen Konferenzen, die die ILO alle zwei Jahre in Düsseldorf im Rahmen der A+A (Kongress und Fachmesse für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) durchführt.
Die Messe Düsseldorf GmbH und die Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi) wollen diese Aktivitäten der ILO nun stärker noch als bisher unterstützen. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten heute in Genf der ILO-Exekutivdirektor für Sozialschutz, Assane Diop, und der Regionaldirektor für Europa und Zentralasien, Friedrich Buttler, der Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, Wilhelm Niedergöker, und der Geschäftsführer der Basi, Bruno Zwingmann. Die Messe Düsseldorf wird demnach bis 2013 die Arbeitsschutzkonferenzen durch Geldmittel und Sachleistungen unterstützen, während Basi in Zusammenarbeit mit der ILO die Organisation und Durchführung der Konferenzen übernimmt.
Unfälle und Gesundheitsbelastungen am Arbeitsplatz verursachen viel Leid und oft auch den Verlust von Menschenleben. Der Schutz von Menschen an ihrem Arbeitsplatz und ihr Recht auf ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld ist daher von höchster Bedeutung, sagte Exekutivdirektor Diop. Die Vereinbarung zwischen der Messe Düsseldorf, Basi und der ILO ist ein Meilenstein auf dem Weg zu diesem gemeinsamen Ziel. Die drei Partner sind sich darin einig, zur Schaffung einer Arbeitssicherheitskultur beizutragen, Strategien für Arbeitsinspektionen und Unfallversicherungen zu entwickeln sowie bessere Arbeitsplätze insbesondere auch in Büros und mehr Sicherheit am Bau zu fördern.
Bereits im kommenden Jahr soll so in Düsseldorf ein internationales Forum über Arbeitsinspektionen stattfinden mit den Kooperationspartnern ILO, Basi, Messe Düsseldorf sowie der Internationalen Vereinigung für Arbeitsinspektion. Aufbauen kann das Forum dabei auf eine aktuelle ILO-Studie über dieses Thema. Die Sozialpartner und ILO-Mitgliedsstaaten sprachen sich bei der Diskussion der Studie für eine Forcierung der technischen Hilfe durch die ILO für die weltweite Stärkung der Arbeitsinspektion aus, vor allem in strukturschwächeren Entwicklungsländern, sowie für eine Kampagne zur Arbeitsinspektion. Ziel ist die quantitative ebenso wie qualitative Stärkung von Arbeitsinspektionen in allen Regionen der Welt.
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