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Die Internationale Arbeitsorganisation begrüßt eine Erklärung der europäischen Gesundheitsminister, die den Arbeitsplatz als bedeutenden Ort für Vorsorgemaßnahmen im Kampf gegen HIV/AIDS unterstreicht. Die Entschließung "Verantwortung und Partnerschaft - Gemeinsam gegen HIV/AIDS" wurde von allen Gesundheitsministern der EU sowie 16 nicht-EU-Ländern auf der gleichnamigen gesundheitspolitischen Veranstaltung des Bundesministeriums für Gesundheit im Rahmen der deutschen EU-Präsidentschaft in Bremen verabschiedet.
Die Unterzeichner verpflichten sich damit, dem Kampf gegen HIV/AIDS im europäischen Umfeld neue Impulse zu geben. Dazu gehört die Wiedereingliederung der von HIV/AIDS betroffenen Menschen in den Arbeitsmarkt - soweit dies ihr Gesundheitszustand ermöglicht - sowie Maßnahmen gegen Diskriminierung und die Gewährleistung von Sozialschutz und Vertraulichkeit.
Mit einem auch in deutscher Sprache vorliegenden Leitfaden zu HIV/AIDS in der Welt der Arbeit will die Internationale Arbeitsorganisation einen Beitrag zur Bekämpfung der Epidemie und zur besseren Betreuung und Versorgung der Betroffenen leisten. Ergänzt wird dieser durch konkrete Richtlinien jeweils für Arbeitgeber und Gewerkschaften sowie Tipps für Betriebsstrategien zu HIV/AIDS.
"Der praxisorientierte Leitfaden der ILO zu HIV/AIDS in der Welt der Arbeit bietet international anerkannte und weltweit anwendbare Handlungsoptionen am Arbeitsplatz: Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften in den industrialisierten Ländern erkennen zunehmend den Wert einer HIV/AIDS-Politik und nutzen unseren Leitfaden als Orientierungspunkt", so Sophia Kisting, Leiterin des ILO-Programms über HIV/AIDS in der Arbeitswelt.
Nach Angaben von UNAIDS infizierten sich im Jahr 2006 geschätzte 260.000 Menschen allein in Europa mit HIV, ungefähr 1.7 Millionen Menschen leben mit dem Virus, ein Anstieg um das Zwanzigfache während nur einer Dekade.
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