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Berlin, 8.6.2007 - Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) begrüßt ausdrücklich das klare Bekenntnis der G8 zur aktiven Förderung der ILO-Agenda für menschenwürdige Arbeit. Die G8-Staaten unterstreichen damit die wichtige Rolle, die der ILO bei der Gestaltung einer fairen Globalisierung zukommt.
In ihrer Gipfelerklärung zu "Wachstum und Verantwortung in der Weltwirtschaft" betonen die G8 die gleichgewichtige Bedeutung der vier strategischen Ziele der ILO-Agenda für menschenwürdige Arbeit: die Schaffung von produktiver Beschäftigung unter menschwürdigen Arbeitsbedingungen, Zugang zu sozialen Sicherungssystemen, die Stärkung des Dialogs der Sozialpartner und die Einhaltung der Kernarbeitsnormen. Bei diesen handelt es sich um das Verbot von Kinderarbeit und von Zwangsarbeit, das Diskriminierungsverbot und das Recht auf gewerkschaftliche Organisation.
Die G8 ersuchen in ihrer gemeinsamen Erklärung die Mitglieder der Welthandelsorganisation (WTO), in enger Zusammenarbeit mit der ILO die Einhaltung der international anerkannten Kernarbeitsnormen zu fördern. Darüber hinaus verpflichten sich die G8-Staaten, in ihren bilateralen Handelsabkommen das Konzept der menschenwürdigen Arbeit und die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen zu berücksichtigen. Dabei weisen sie darauf hin, dass Arbeits- und Sozialstandards nicht als Vorwand für protektionistische Maßnahmen gegen Entwicklungsländer missbraucht werden dürfen.
Der Direktor der ILO-Vertretung in Deutschland, Wolfgang Heller, hob in diesem Zusammenhang die Rolle der Bundesregierung hervor: "Wir freuen uns besonders über den persönlichen Einsatz von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel für eine faire Gestaltung der Globalisierung und die Unterstützung des Konzepts der menschenwürdigen Arbeit. Zu Recht hat die Bundeskanzlerin mehrfach darauf hingewiesen, dass Globalisierung auch gemeinsame Werte braucht wie sie die Konventionen der ILO und ihre Agenda für menschenwürdige Arbeit darstellen."
Des Weiteren setzen sich die Staats- und Regierungschefs der G8 auch für den Ausbau von Gesundheits- und Krankenversicherungssystemen in Afrika ein. Die ILO, die seit langem ihre Mitgliedsstaaten bei der Einrichtung von Sozialversicherungssystemen berät, begrüßt auch diese Maßnahme und sagt den Geberländern der G8 ihre Unterstützung bei entsprechenden Bemühungen zu.
Überdies enthält die Erklärung einen Appell, unter Einbindung der ILO die wichtigsten Standards der sozialen Verantwortung von Unternehmen (Corporate Social Responsibility) zusammenzustellen, um diese klarer und sichtbarer zu machen.
Für Rückfragen: Nicola Liebert, 0163/163 6127
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