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Budapest - Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) schloss ihre siebte europäische Regionaltagung in Budapest am Freitag mit einem Abkommen zwischen den Vertretern von Arbeitgeber- Arbeitnehmerorganisationen und Regierungen von 50 europäischen und zentralasiatischen Mitgliedsstaaten. Darin heißt es, die Region wolle "zusammenarbeiten im Sinne von Dialog und Kooperation, um eine gemeinsame Zukunft für Demokratie, wirtschaftliches Wohlergeben und soziale Gerechtigkeit zu schaffen".
"Was wir sehen, ist die Entwicklung der Rolle der ILO zur Förderung von sozialem Dialog und wirtschaftlicher Integration für eine gemeinsame Zukunft in Europa und Zentralasien", sagte ILO Generaldirektor Juan Somavia. "Dies wird die Rolle der ILO und ihrer sozialen Partner beim Streben nach menschenwürdiger Arbeit für alle stärken".
Die Regionaltagung der ILO ist der einzige institutionelle Rahmen in dem sich 25 Mitgliedsstaaten der EU, Länder des Stabilitätspakts für Südosteuropa, der Gemeinschaft unabhängiger Staaten und des Europarats treffen und gemeinsam mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern Themen diskutieren, die gemeinsame Belange aus der Welt der Arbeit betreffen. Ihre Bedeutung wurde durch die Teilnahme von 600 Regierungs-, Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern unterstrichen, darunter auch der luxemburgische Ministerpräsident und amtierende EU-Ratspräsident Jean-Claude Juncker.
In ihren Schlussfolgerungen merkten die Delegierten an, dass die Globalisierung und eine rasche wirtschaftliche Integration eine gemeinsame Herausforderung für die Länder Europas und Zentralasiens, für Unternehmen und Arbeitnehmer darstelle. Sie setzten sich für eine verstärkte nationale, regionale und globale Kohärenz von Wirtschafts-, Sozial, Finanz-, Handels- und Arbeitsmarktpolitik sowie sozialen Dialog ein. Sie begrüßten ausdrücklich eine UN-Resolution vom Dezember, wonach die Vereinten Nationen die Empfehlungen der ILO-Weltkommission für die soziale Dimension der Globalisierung bei der Erreichung ihrer Millenniums-Entwicklungsziele berücksichtigen wollen.
Auf der Konferenz wurden neuartige Politikvorschläge entwickelt, um Menschen in verschiedenen Übergängen im Laufe ihres Arbeitslebens zu unterstützen. Vier Schlüsselbereiche wurden als Ansatzpunkte ausgemacht: der Übergang von der Schule ins Berufsleben, Flexibilität zwischen Arbeitsplätzen, die Migration von Land zu Land und der Übergang von der Erwerbstätigkeit zu sozialen Absicherung im Ruhestand. Die Abschlusserklärung fordert die Mitgliedsregierungen auf, zusammen mit den Sozialpartnern nationale Beschäftigungsstrategien für junge Arbeitnehmer zu entwickeln. Der ILO wird aufgetragen, Konsultationen unter Einbeziehung der Regierungen und Sozialpartner zum Thema Flexibilität bei gleichzeitiger sozialer Absicherung für Unternehmen und Arbeitnehmer aufzunehmen, um die Herausforderungen des Globalisierungsprozesses und die Anpassung an sich schnell verändernde Märkte zu erleichtern.
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