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Active Labour Market Policies around the World: coping with the consequences of globalisation

Neue ILO-Publikation vorgestellt

Berlin - Weil sie als Instrument des Managements der Globalisierungsfolgen unentbehrlich ist, sollte die Arbeitsmarktpolitik als wichtiger dauerhafter und anpassungsfähiger Eckpfeiler der Sozial- und Wirtschaftspolitik weltweit verankert werden. Notwendig ist eine konsequente Politik des Förderns und der Aktivierung, durch die sich dann auch positive Effekte auf das Wirtschaftswachstum ergeben.

Die neue Publikation "Active Labour Market Policies around the World: Coping with the Consequences of Globalization" zeigt, dass Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik zu einer "faireren" Globalisierung beitragen. Denn zwar schafft Globalisierung neue Jobs. Dennoch ist eine der größten Befürchtungen, die mit der Globalisierung einhergeht, die Sorge um den Verlust des Arbeitsplatzes. Dass dies nicht nur eine Befürchtung ist, sondern auch Realität für viele, zeigt die an einem einzigen Tag im Herbst 2004 erfolgte Ankündigung großer nationaler und internationaler Konzerne, in Deutschland 16.500 Arbeitsplätze zu streichen.

Der Verlust des Arbeitsplatzes hat gravierende Konsequenzen: Nicht nur gehen Einkommen verloren, sondern auch soziale Rechte, Selbstachtung, soziale Netzwerke und die Arbeitsmarktsicherheit. Dies wiederum beeinflusst das Wirtschaftswachstum, etwa durch Nachfrageausfälle.

Zwar kann Arbeitsmarktpolitik Erwerbsarbeit nur temporär ersetzen. Doch immerhin findet die Studie, dass sich dänische oder holländische Arbeitnehmer sicherer fühlen, als japanische oder US-amerikanische, wo die Ausgaben für Arbeitsmarktpolitik wesentlich geringer sind.

Die Studie belegt unter anderem, dass die am weitesten in die Weltwirtschaft integrierten Staaten am meisten für eine aktive Absicherung des Beschäftigungsrisikos ausgeben.

Aktive Arbeitsmarktpolitik hat aber nicht nur einen positiven Effekt auf das ökonomische und soziale Sicherheitsempfinden der Arbeitnehmer, sondern auch auf das Wirtschaftswachstum. Sie kann auch als "automatischer Stabilisator" in der Konjunkturkrise wirken. Ein positiver mikro-und makropolitischer Kreislauf wird auf diese Weise geschaffen – vor allem wenn die Funktion der Arbeitsmarktpolitik als "Brücke" in den regulären Arbeitsmarkt verbessert wird. Dies verlangt eine ständige Verbesserung der Maßnahmen durch eine Evaluation unter Einbeziehung der Betroffenen ebenso wie eine Reform der Arbeitsvermittlung


Active Labour Market Policies around the World: Coping with the Consequences of Globalization von Peter Auer, Umit Efendioglu und Janine Lescke, Genf 2004, 120 S., ISBN 92-2-115570-3

 

ILO Vertretung Deutschland - Collage

 


Aktualisiert von MM. Genehmigt von WH. Stand: 28.07.2005

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