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The ILO and the Quest for Social Justice 1919-2009

The ILO and the Quest for Social Justice 1919-2009 - (Bestellfax)

ILO helpdesk to implement decent work principles in companies

Unterstuetzung von Unternehmen bei der praktischen Umsetzung der Prinzipien menschenwuerdiger Arbeit

Die Kosten des Zwangs

ILO stellt neuen globalen Bericht über Zwangsarbeit und Menschenhandel vor

12. Mai 2009 - Knapp 21 Milliarden US-Dollar pro Jahr – auf diese Summe schätzt die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) den Verlust, den die Opfer von Zwangsarbeit und Menschenhandel auf der Welt durch entgangene Löhne und gezahlte Anwerbegebühren erleiden. Die Zahl der von Zwangsarbeit betroffenen Menschen beläuft sich nach einer früheren Schätzung der ILO auf 12,3 Millionen; 2,4 Millionen davon sind demnach durch Menschenhandel in diese Situation gekommen.

"Zwangsarbeit verursacht nicht nur enormes menschliches Leid, sondern die Arbeiter werden dadurch auch noch bestohlen", sagte der Generaldirektor der ILO, Juan Somavia. "Zwangsarbeit kann jedoch beseitigt werden, wenn sich die internationale Gemeinschaft – Regierungen, Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie zivilgesellschaftliche Organisationen – dafür nachhaltig engagiert."

Der neue ILO-Bericht "Die Kosten des Zwangs"* verweist auf die wachsende Zahl von unethischen, betrügerischen und kriminellen Methoden bei der Anwerbung von Arbeitskräften, durch die Menschen in zwangsarbeitsartige Bedingungen geraten. Die Autoren warnen, dass mit dem Verlust von Beschäftigungsmöglichkeiten im Zuge der Finanzkrise das Risiko von Menschenhandel und Zwangsarbeit sogar noch wächst.

Undine Gröger, ILO-Expertin für die Bekämpfung der Zwangsarbeit, erklärte bei der Vorstellung des Berichts in Berlin: "Das Beispiel der mobilen Inspektionseinheiten in Brasilien zeigt, dass Zwangsarbeit erfolgreich bekämpft werden kann. Seit 1995 wurden dort durch Kontrollen vor allem auf Farmen schon 30.000 Zwangsarbeiter befreit – allein 2007 waren es 6.000 Menschen."

Die größten Ausmaße nimmt das Problem in Asien an, wo Schuldknechtschaft und der Menschenhandel nicht zuletzt auch für sexuelle Ausbeutung nach wie vor verbreitet sind, gefolgt von Lateinamerika und der Karibik.

Der Report über Zwangsarbeit, der alle vier Jahre erscheint, zeigt eine Reihe von Erfolgen bei der Bekämpfung von Menschenhandel und Zwangsarbeit auf. So ist das Thema nicht länger ein Tabu, und die meisten Staaten haben inzwischen Gesetze verabschiedet, die den Einsatz von Zwangsarbeitern unter Strafe stellen. Doch zugleich haben sich neue Herausforderungen ergeben, zum Beispiel wenn legale Migranten sich plötzlich im Zielland in Zwangsarbeitsbedingungen wieder finden.

Die ILO schlägt in ihrem Bericht einen neuen Aktionsplan vor, der Unternehmen und Gewerkschaften mit einbeziehen soll und der auf dem bereits 2005 verabschiedeten Plan basiert. Er sieht verstärkte empirische Erfassung und die Entwicklung von Leitlinien und anderen Informationsmaterialien vor und setzt regionale Schwerpunkte. "Die verschiedenen Arten und Ursachen der Zwangsarbeit machen differenzierte Ansätze zu ihrer Bekämpfung nötig", so Gröger. "Ein integriertes Programm muss also die Strafverfolgung der Täter ebenso beinhalten wie Präventions-, Schutz- und Entschädigungsmaßnahmen für die Opfer."

Weitere Information

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Die Kosten des Zwangs - (pdf, 29 kb)

 
Last update:13.05.2009 ^ top