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16. September 2010 - „Internationale Impulse: Für eine faire Arbeitswelt – gegen Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung" – unter diesem Motto veranstalteten die Friedrich-Ebert-Stiftung und das BBGM am 16. September eine Fachtagung. Das Berliner Bündnis gegen Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung (BBGM) ist eine Initiative der ILO, der Internationalen Organisation für Migration (IOM), dem DGB Berlin-Brandenburg und der Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, um die Wahrnehmung des Problems zu verbessern und einen umfassenden Ansatz zu seiner Bekämpfung zu erarbeiten.
Nach Berechnungen der ILO sind weltweit 12,3 Millionen Menschen von Zwangsarbeit betroffen. 2,4 Millionen dieser Menschen befinden sich als Folge von Menschenhandel in Zwangsarbeitsverhältnissen. Menschenhandel ist eine schwere Verletzung von Arbeits- und Menschenrechten – und ein äußerst gewinnbringendes Geschäftsfeld der organisierten Kriminalität, von skrupellosen Anwerbeagenturen und ausbeuterischen Arbeitgebern.
Auf der Tagung betonten die OSZE Sonderbeauftragte und Koordinatorin für die Bekämpfung des Menschenhandels, Maria Grazia Giammarinaro, und die niederländische nationale Berichterstatterin für Menschenhandel, Corinne Dettmeijer-Vermeulen, dass insbesondere bei der Identifizierung von Betroffenen noch mehr Sensibilisierungsarbeit geleistet werden müsse. Die Bundestagsabgeordnete Eva Högl äußerte sich zum aktuellen EU-Richtlinienentwurf zur Verhütung und zur Bekämpfung von Menschenhandel. Sie sprach sich vor allem für einen verstärkten Opferschutz aus, der Betroffenen ermöglichen sollte, ihre Rechte wahrzunehmen und durchzusetzen.
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