|
Düsseldorf, 29. Oktober 2009 - Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) organisiert während der diesjährigen A+A in Düsseldorf vom 3.-6. November 2009 eine internationale Konferenz Implementing Occupational Safety and Health Standards Globally, die sich mit den potenziellen Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise auf Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz beschäftigt.
Mehr als 300 Teilnehmer aus 60 Ländern werden die Frage stellen, ob mögliche Einsparungen in den Arbeitsschutz-Budgets und öffentlichen Haushalten zu mehr Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten führen könnten, was sich nachhaltig auf die Ausgaben zur sozialen Sicherheit und die Produktivität auswirken würde.
ILO-Schätzungen zufolge, die vor der Krise erfolgten, stirbt alle 15 Sekunden ein Arbeitnehmer weltweit an den Folgen eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit. Das entspricht ca. 2,3 Millionen Männern und Frauen, die jedes Jahr Opfer eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit werden. Davon entfallen 360 000 auf Arbeitsunfälle und 1,95 Millionen Berufskrankheiten mit tödlichem Ausgang.
Wirtschaftlich gesehen, gehen jedes Jahr 4 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) bzw. 1,25 Billionen US-Dollar durch die direkten und indirekten Kosten von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten verloren, insbesondere verlorene Arbeitszeit, Entschädigungszahlungen, Produktionsunterbrechungen und Behandlungskosten.
Gefährliche Stoffe verursachen schätzungsweise 651 000 Todesfälle, vor allem in den Entwicklungsländern. Diese Zahl dürfte weit unter der tatsächlichen liegen, da die Registrierungs- und Meldesysteme in vielen Ländern unzureichend sind.
Das Konferenzprogramm deckt eine breite Themenpalette ab, darunter gute Beispiele aus der Praxis für Prävention und Arbeitsschutzverwaltung, Arbeitsinspektion, nachhaltiges Handeln von Unternehmen, die Umsetzung von Normen, die Rolle der Sozialpartner und die soziale Sicherheit.
Am 4. November ist um 10 Uhr 45 eine Pressekonferenz in den Räumlichkeiten der A + A Messe in Düsseldorf (Raum 1, Erdgeschoss) angesetzt, an der Herr Assane Diop, Exekutivdirektor für Sozialschutz der ILO, Frau Dr. Sameera Al-Tuwaijri, Direktorin der Arbeitsschutz-Abteilung der ILO, Herr Dr. Axel Stepken, Präsident und CEO der TÜV SÜD AG und Frau Michele Patterson, Exekutivdirektorin von SafeWork SA, Südaustralien, teilnehmen.
Am 5. November um 16 Uhr 15 findet eine Rundtischdiskussion zum Thema "Die Krise: Bedrohung oder Chance für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz" statt, welche unter Beteiligung von Regierungs-, Arbeitgeber und Arbeitnehmervertretern die Ergebnisse der Konferenz zusammenfassen wird.
Ko-Organisatoren und Hauptpartner der Konferenz sind in diesem Jahr das Bundesarbeitsministerium, die Internationale Vereinigung der Arbeitsinspektoren (IALI), die Internationale Vereinigung für Soziale Sicherheit (IVSS), TÜV SÜD AG, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGVU) und die Fraport AG.
Für weitere Informationen und Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an:
ILO-Presseabteilung:
Herrn Hans von Rohland,
Tel.: +41-22-799.7916,
Handy: +41-79-5931321,
E-mail: rohland@ilo.org
|
 |
 |
 |
 |