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ILO helpdesk to implement decent work principles in companies

Unterstuetzung von Unternehmen bei der praktischen Umsetzung der Prinzipien menschenwuerdiger Arbeit

ACTRAV Helpdesk on Financial and Economic Crisis

Bureau for Workers' Activities - ACTRAV Helpdesk on Financial and Economic Crisis

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Berliner Bündnis gegen Menschenhandel

Abpfiff - Schluss mit Zwangsprostitution

ILO unterstützt Kampagne anlässlich der Fußball-WM 2006

7. Juni 2006 - Schluss mit Zwangsprostitution! Dafür setzt sich die Kampagne "Abpfiff" anlässlich der Fußball-WM 2006 ein. Die ILO Berlin unterstützt diese vom Deutschen Frauenrat initiierte Kampagne, die unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit, und des Geschäftsführenden Präsidenten des DFB, Dr. Theo Zwanziger, steht.

"Die Welt zu Gast bei Freunden" heißt das Motto der Fußballweltmeisterschaft 2006, die zu vielen internationalen Begegnungen und neue Bekanntschaften führen soll.

Allerdings dürfte rund um die WM auch die Nachfrage nach sexuellen Dienstleistungen ansteigen, wie von vergleichbaren Großveranstaltungen bekannt ist. Es ist daher zu befürchten, dass damit der Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung (Zwangsprostitution) ebenfalls anwächst. Menschenhandel und Zwangsprostitution sind schwere Menschenrechtsverletzungen, gegen die auch die ILO kämpft.

Die Initiative "Abpfiff" nutzt die Fußball-WM als Tribüne, eine breite Öffentlichkeit auf dieses Problem aufmerksam zu machen. Prostitution in Deutschland legalisiert, die Kampagne wendet sich daher nicht gegen legale und selbst bestimmte Prostitution. Sie will vielmehr dazu beitragen, dass die Menschenrechte von Prostituierten gewahrt werden, und verhindern, dass Frauen gegen ihren Willen in die Prostitution gezwungen werden.

"Abpfiff" stellt konkrete politische Forderungen an die Bundesregierung und die Bundesländer, darunter

  • in den Herkunftsländern: Wirtschaftshilfen für Frauen zur Förderung einer eigenständigen Existenzsicherung sowie Unterstützung für lokale Menschenrechtsgruppen und die Zivilgesellschaft - etwa um Beratungs- und Hilfsprojekte vor Ort zu sichern, die Ermittler zu sensibilisieren und Informationen über die Methoden von Menschenhändlern sowie sichere und legale Migrationsmöglichkeiten zu verbreiten;

  • für die von Menschenhandel und Zwangsprostitution Betroffenen in der Bundesrepublik: ein gesicherter Aufenthaltsstatus für mindestens drei Monate, damit sich die Betroffenen erholen und ggf. als Zeugen zur Verfügung stellen. Für diejenigen, die als Zeugen in Prozessen aussagen, sollte ein gesicherter Aufenthaltsstatus angestrebt werden;

  • für die Arbeit von Behörden in der Bundesrepublik: die Berücksichtigung des Problems Menschenhandel/Zwangsprostitution in der Aus- und Fortbildung, die Einrichtung von mit entsprechend qualifiziertem Personal ausgestatteten Schwerpunktdienststellen bei den Polizeibehörden, die Verstärkung der nationalen und internationalen Kooperation in der Strafverfolgung von Menschenhandel und die Einrichtung bzw. den Ausbau spezialisierter Staatsanwaltschaften.

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Last update:06.10.2008 ^ top