Verletzungen des Rechts auf Vereinigungsfreiheit untersucht
17. Juni 2005 - Der Verwaltungsrat der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) hat den argentinischen Arbeitsminister Carlos A. Tomada zum Vorsitzenden für die Amtszeit 2005-2006 gewählt. Tomada, der als Jurist über langjährige Erfahrungen im Bereich Sozialpartnerschaft verfügt, löst den Franzosen Philippe Séguin ab. Der Verwaltungsrat dient als Exekutive der ILO.
Tomada wies in seiner ersten Rede vor dem ILO-Verwaltungsrat auf die Bedeutung menschwürdiger Beschäftigung hin für "die Frauen und Männer, die nicht mehr und nicht weniger wollen als ein würdiges Leben durch Arbeit". Darüber hinaus betonte er, dass "Anstrengungen, der Globalisierung eine soziale Dimension zu geben, in der Politik einen zentralen Platz einnehmen sollen".
Auf seiner Juni-Sitzung billigte der Verwaltungsrat darüber hinaus den Bericht des ILO-Ausschusses über Vereinigungsfreiheit. Insgesamt liegen dem Rat 120 Fälle vor, in denen ein Verdacht auf Verletzung des Rechts auf Vereinigungsfreiheit besteht. Der zuständige Ausschuss wies auf die besonders problematische Situation in Iran, Kambodscha, Kolumbien, Myanmar und Simbabwe hin.
So befasste sich der Ausschuss unter anderem mit der Ermordung zweier Gewerkschaftsführer in Kambodscha. Die kambodschanische Regierung wurde zur schnellen Durchführung unabhängiger Untersuchungen der Mordfälle und zur Bestrafung der Täter aufgefordert. Im Falle Kolumbiens beklagte der Ausschuss die zahlreichen Morde und andere Gewalttaten gegen Gewerkschaftsaktivisten und forderte die Regierung auf, die "unerträgliche Situation der Straflosigkeit" endlich zu beenden.
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