EPIC-Launch in der Region Asien und Pazifik

Auch in der Region „Asien und Pazifik“ ist der Startschuss für EPIC gefallen – im Rahmen der Konferenz „Women and the Future of Work in Asia and the Pacific”. Als besondere Herausforderung in der Region wurde hier vor allem die Arbeit von Frauen im informellen Sektor ausgemacht. EPIC soll auch hier dazu beitragen, gleiches Entgelt für gleiche und gleichwertige Arbeit zu erreichen.

Der Launch der Equal Pay International Coalition (EPIC) für die Region „Asien und Pazifik“  im Rahmen der Konferenz „Women and the Future of Work in Asia and the Pacific” soll den asiatisch-pazifischen Raum in Fragen der Lohngerechtigkeit voranbringen. „Der Grundsatz des gleichen Entgelts für gleichwertige Arbeit ist in der ILO-Verfassung von 1919 fest verankert. Doch geschlechtsspezifische Lohnunterschiede halten sich hartnäckig. Durchschnittlich handelt es sich um 20 Prozent in allen Sektoren in der Region", so die ILO-Regionaldirektorin für Asien und Pazifik, Tomoko Nishimoto. In einigen wenigen asiatischen Ländern sind die Lohnunterschiede sogar noch höher, zum Beispiel in Japan mit 25 Prozent oder der Republik von Korea  mit 37 Prozent.

Frauen sind vor allem in informellen und instabilen Arbeitsfeldern tätig, häufig ohne Zugang zu Sozialleistungen. Obwohl die Region im Bildungssektor deutliche Fortschritte im Hinblick auf die Gleichstellung der Geschlechter erzielen konnte, fehlt es an Chancengleichheit in der Wirtschaft. Im formellen Sektor erhalten Frauen lediglich die Hälfte des Lohnes von Männern. Mit EPIC soll sich das ändern. Die Initiative leistet damit in der Region einen Beitrag zur ILO-Jahrhundertinitiative „Women at Work“, die anlässlich des 100-jährigen Jubiläums 2019 ins Leben gerufen wurde.