ILO-Deutsche Partnerschaft soll grüne Arbeitsplätze schaffen und nachhaltige Entwicklung in Jordanien fördern

Eine neue Phase des von der deutschen Regierung finanzierten Programms für beschäftigungsintensive Infrastrukturen (EIIP) in Jordanien wird sich auf die Schaffung von Arbeitsplätzen für vulnerable Gruppen konzentrieren und gleichzeitig die Waldfläche im Land vergrößern.

Pressemitteilung | 6. Oktober 2022
AMMAN (ILO News) — Die ILO und die deutsche Entwicklungsbank KfW leiten eine neue Phase des Programms für beschäftigungsintensive Investitionen (EIIP) mit einem Budget von 18 Millionen Euro ein, das kurzfristige Beschäftigung für Jordanier und syrische Flüchtlinge bietet. Dieses wird durch das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.

„Die neue Phase wird sich auf die Schaffung grüner Arbeitsplätze durch Arbeiten zur Wiederherstellung von Wäldern und zur Vergrößerung der Waldfläche im Lande konzentrieren, in Übereinstimmung mit dem nationalen Aufforstungsprojekt Jordaniens“, sagte der stellvertretende Regionaldirektor der ILO für die arabischen Staaten, Peter Rademaker. Die ILO wird auch Beschäftigungsdienstleistungen wie die Entwicklung von unternehmerischen Fähigkeiten für die an dem Programm beteiligten Arbeitnehmer*innen anbieten.

Der ILO stellvertretende Regionaldirektor für die arabischen Staaten, Peter Rademaker (links), bei der Unterzeichnung mit Solveig Buhl, Direktorin der Entwicklungsbank KfW in Beirut.
Das Programm fällt in den Rahmen der BMZ-Initiative „Partnership for Prospects – P4P“. Ziel der P4P-Initiative ist es, Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen, die es sowohl Geflüchteten als auch Jordanier*innen ermöglichen, ihr eigenes Einkommen zu verdienen. Die Einbeziehung der Bevölkerung in den Flüchtlingsregionen ist besonders wichtig, um den sozialen Frieden zu wahren.

Das von Deutschland finanzierte EIIP-Programm in Jordanien begann seine Arbeit im Jahr 2016 als Teil der Reaktion der ILO auf die syrische Flüchtlingskrise in dem Land. Frühere Phasen (1–5) konzentrierten sich auf die Instandhaltung und Reinigung von Straßen und kommunalen Gebäuden und Einrichtungen. Das Projekt hat sich stetig in Richtung eines nachhaltigeren Ansatzes entwickelt, indem es sich auf längerfristige Beschäftigungsmöglichkeiten, den Aufbau von Vermögenswerten und umweltfreundliche Arbeiten konzentriert.

Seit 2016 hat das Programm in Jordanien fast 1,4 Millionen Arbeitstage generiert. Hunderte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern haben nach der Beschäftigung Qualifizierungszertifikate erhalten oder zertifizierte Berufsausbildungen absolviert.